Die Traumhausbauer Folge 4: Es fließt (Video)

Im Inneren des Steinacher Traumhauses wird es Zeit für einen wichtigen Schritt: Der mit dickem Schlauch ausgebrachte Fließestrich umschließt die Fußbodenheizung. Foto: Maximilian Falk

Familie Tauscher baut in Steinach im Landkreis Straubing-Bogen ihr künftiges Heim. Die idowa-Redaktion begleitet den Hausbau von Beginn der Bauarbeiten bis zum Einzug. In Folge 4 geht es um den "Endspurt" vor der Weihnachtspause, um den Estrich, der ins Haus fließt  – und die Frage, warum da ein Laser auf der Baustelle steht.

An einem Montag im Dezember liegt dichter Nebel über Steinach, es ist feucht-kalt und ungemütlich. Der Aktivität auf der Baustelle tut die Witterung jedoch keinen Abbruch. An diesem Morgen steht ein großer Lastwagen vor dem künftigen Haus von Claudine und Mario Tauscher, zwei Bauarbeiter eilen geschäftig hin und her, schleppen Schläuche und besprechen sich. 

Man sieht den Fortschritt am Haus: Die Außenwände sind verputzt, die großen Fensterscheiben eingesetzt – nur die Haustüren sind noch klassische Baustellen-Platzhalter. Auch im Inneren steht heute, kurz vor der Weihnachtspause, ein wichtiger Schritt an. Wir betreten die offenen, hellen Wohnräume im Erdgeschoss. Die Bauherren denken schon jetzt an die Zukunft, denn das zweistöckige Haus wird größtenteils barrierefrei. Die einzige Treppe im Zentrum des Gebäudes wird nur als Verbindung zum Technikraum und zur Einliegerwohnung gebraucht.

Im ganzen Haus ist der Boden mit gewundenen, gelben System-Heizrohren ausgelegt – das ist die Fußbodenheizung, die später für Wärme im ganzen Haus sorgen soll. Nun steht der nächste Arbeitsschritt an. Mit dicken Schläuchen wird der Fließestrich direkt aus dem Lastwagen auf dem Boden verteilt.

Wärme für das Haus 

"Auf der Baustelle geht es natürlich immer um Genauigkeit", sagt Susanne Ebner, Unternehmenssprecherin von Penzkofer Bau. Deshalb kommt ein futuristisch wirkendes Gerät zum Einsatz. In der Mitte des zukünftigen Wohnzimmers steht auf einem Stativ ein sogenannter "Nivellier-Laser". Das Gerät misst den Raum aus und sorgt dafür, dass der Estrich später überall die gleiche Höhe hat, der Boden also gerade ist.

Nachdem das Schlauchende im Raum platziert ist und der Fließestrich zu sprudeln beginnt, dauert es nicht lange, und der Boden ist mit dem Material bedeckt. Die beiden Bauarbeiter sorgen dafür, dass sich die Masse gleichmäßig verteilt. Im hier verwendeten Estrich ist Calciumsulfat als Bindemittel enthalten, er hat keinen Zementanteil. Das Material trockne schnell und sei schon nach einem Tag begehbar, erläutert Susanne Ebner.

Die hochflexiblen und sauerstoffdichten System-Heizrohre für die Fußbodenheizung sind also installiert und mit dem Estrich bedeckt. Und damit man möglichst wenig Heizenergie verschwendet und das Haus einen hohen Dämmwert erreicht, wurde für die Wände spezielles Material verwendet. "Eines der vielen Qualitätsmerkmale ist die Außenhülle aus Ziegeln, die mit Perlit gefüllt sind", sagt Susanne Ebner. "Das natürliche Vulkangestein sorgt dafür, dass die Wärme im Haus bleibt."

Wie es auf der Steinacher Baustelle im Jahr 2021 weiter geht, erfahren Sie in der nächsten Folge von "Die Traumhausbauer". 

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