Nürnberg (dpa/lby) - Der Unternehmer Thomas Sabo geht davon aus, dass sein bevorstehender Rückzug beim Eishockey-Erstligisten Nürnberg Ice Tigers zu neuen Sponsorendeals führen wird. Er denkt nämlich, "dass mein Name, mein Namenssponsoring, auch Leute abgeschreckt hat, ins Sponsoring einzusteigen", sagte der Schmuckhersteller der "Süddeutschen Zeitung" (Freitag). Auf die Frage, ob sich für den Verein in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) neue Türen öffnen sollten, wenn er Ende der Saison als lautstarker Förderer mit einer großen Präsenz aufhöre, antwortete Sabo: "Ja, natürlich. Das denke ich schon."

Der Unternehmer hatte die Nürnberger 2009 vor der Pleite gerettet und war seitdem Hauptsponsor. Zuletzt kündigte er an, das Engagement bei der ersten Mannschaft nach dieser Spielzeit einzustellen. Er meint, wenn das DEL-Team offiziell nicht weiter unter dem Namen Thomas Sabo Ice Tigers spiele, "wird es einen ganz anderen Zuspruch bei den Sponsoren geben. Das sieht man jetzt schon in den Gesprächen. Wir können einen gesunden Verein übergeben. Ohne jedes Theater."

Darüber hinaus fordert er die DEL und die Vereine auf, den Sport viel besser zu vermarkten. "In anderen Sportarten werden "künstliche Helden" erschaffen. Das brauchen wir nicht, wir haben echte Helden. Ich sehe den Eishockeysport viel martialischer als Fußball."