Deggendorfer SC "Thema Nummer 1": Defensive funktioniert weiter nicht

Ein Wochenende zum Vergessen: Cheftrainer John Sicinski und der Deggendorfer SC mussten zwei Niederlagen hinnehmen. Foto: fotostyle-schindler.de

Hinter dem Deggendorfer SC liegt ein Wochenende zum Vergessen. Am Freitag setzte es trotz ansehnlicher Leistung eine 3:5-Niederlage und am Sonntag gab es eine deutliche 2:9-Klatsche. Wieder im Fokus der Kritik: die schwache Defensivleistung.

Vier Spiele in Folge ist der Deggendorfer SC inzwischen ohne Sieg und steht auf dem vorletzten Platz der DEL2. Am Freitag verlor die Mannschaft von Trainer John Sicinski gegen die Tölzer Löwen mit 3:5. Eine Niederlage, die unnötig war, denn der DSC hielt lange gut mit und drückte im Mitteldrittel auf den zwischenzeitlichen Ausgleich. Im Schlussabschnitt ging den Deggendorfern dann aber die Luft aus: "Die ersten 40 Minuten haben wir gut gespielt und gekämpft. Dann hat mein Team zu viele Fehler gemacht. Es war generell zu einfach für den Gegner", sagt Sicinski. Mit einem Unentschieden wäre sein Team vielleicht mit mehr Selbstvertrauen ins letzte Drittel gegangen. Der Knackpunkt sei dann der Treffer zum 3:5 gewesen. "Man hatte dann nicht mehr das Gefühl, dass mein Team das Spiel noch drehen kann", gibt der Trainer zu.

Am Sonntag war der DSC dann komplett ohne Chance gegen den ESV Kaufbeuren. Insgesamt neun Gegentreffer musste die DSC-Defensive auf fremdem Eis hinnehmen. "Man hat einen Klassenunterschied gesehen", sagt auch Sicinski. Deggendorf hatte zwar recht gut in die Partie gefunden, ging aber ab dem zweiten Drittel regelrecht unter. "Kaufbeuren ist dann ins Rollen gekommen und wir konnten sie nicht mehr halten", so der Trainer weiter. Alleine in den letzten 40 Spielminuten kassierte der DSC sieben Gegentore. Sechs davon gingen auf das Konto eines Spielers: Sami Blomqvist. Er demütigte die Deggendorfer praktisch im Alleingang. 

Was auffällt: In den letzten vier Partien mussten die Sicinski-Cracks immer mindestens fünf Gegentore hinnehmen. "Das ist aktuell Thema Nummer 1 bei uns. Wir arbeiten jede Woche hart daran, aktuell funktioniert aber nicht viel", bemängelt der Trainer. Insgesamt 59 Gegentreffer mussten die Deggendorfer bereits schlucken - nach nur zwölf Spielen. "Die Stimmung ist natürlich nicht toll, niemand verliert gerne", sagt Sicinski und fügt hinzu: "Wir werden jetzt keine Ausreden suchen, sondern immer weiterarbeiten".

Am Freitag reisen die Deggendorfer nach Heilbronn. Dort wollen sie eine Reaktion auf die jüngste Klatsche zeigen: "Wir müssen 60 Minuten lang konzentriert spielen, mit allen Spielern defensiv denken und das Spiel eng halten", sagt der Trainer. Vor allem im Schlussdrittel müsse seine Mannschaft weiter konzentriert spielen. "Wir müssen im finalen Drittel die Spiele auch mal für uns entscheiden", sagt Sicinski.

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