Deggendorf Polizei löst illegale Demonstration auf

Deggendorf kommt dieser Tage nicht zur Ruhe. Am Samstagnachmittag versammelten sich Angehörige des linken Spektrums am Michael-Fischer-Platz zu einer illegalen Kundgebung. (Symbolbild) Foto: dpa

Deggendorf kommt dieser Tage nicht zur Ruhe. Am Samstagnachmittag versammelten sich Angehörige des linken Spektrums am Michael-Fischer-Platz zu einer angeblich spontanen Kundgebung. Die Demonstration wurde vom Ordnungsamt der Stadt untersagt und schließlich von mehreren Polizeieinheiten unterbunden.

Etwa 50 Personen aus dem linken Spektrum versammelten sich plötzlich um 15.25 Uhr am Michael-Fischer-Platz in Deggendorf und begaben sich in einer nicht angemeldeten Demonstration mit Transparenten zum Transitzentrum in der Stadtfeldstraße in Deggendorf. Dort gelang es ihnen, rund 100 Asylbewerber aus Sierra Leone zur Teilnahme anzustiften. Auch sie führten Transparente mit sich (z.B. "Deggendorf Nazi frei" oder "Fight the Nazis").

Etwa 200 Asylbewerber aus Sierra Leone hatten erst im Laufe der Woche auf den Straßen Deggendorfs gegen die Bedingungen im Transitzentrum lautstark demostriert.

Lesen Sie hierzu: Hunderte Flüchtlinge gehen in Deggendorf auf die Straße

Vom Transitzentrum aus wollten sie die benachbarten aserbaidschanischen Asylbewerber ebenfalls zur Teilnahme anstiften, bis ein angeblicher Versammlungsleiter die illegale Kundgebung für aufgelöst erklärte. Daraufhin begaben sich rund 30 linke Teilnehmer zum Bahnhof Deggendorf, während 20 weitere Linke mit etwa 30 Asylbewerbern ihre sogenannte Spontanversammlung (vom Ordnungsamt der Stadt Deggendorf mittlerweile untersagt) fortsetzen wollten. Zum gleichen Zeitpunkt hatte das Polizeipräsidium Niederbayern jedoch bereits ausreichend Polizeikräfte zusammengezogen und diese Aktion unterbunden.

Die Asylbewerber aus Sierra Leone zogen sich schließlich ins Transitzentrum zurück und beruhigten sich wieder. Die linken Protestierer, die überwiegend nicht aus dem Raum Deggendorf stammten, rückten derweil zum Bahnhof ab, wo sie nach Feststellung ihrer Identitäten durch die Polizei ihre Heimreise antraten.

Außer den noch zu ermittelnden Verstößen gegen das Versammlungsrecht wurden bislang keine weiteren Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten festgestellt. Personen kamen nicht zu Schaden. Die Sachbearbeitung wird von der Kriminalpolizei Straubing übernommen.

 
 

1 Kommentar

Kommentieren

null

loading

Videos