Das bringt die Woche EM-Spiel gegen Ungarn - EU-Gipfel - Landesausstellung

EM-Spiel gegen Ungarn, EU-Gipfel, Landesausstellung: Diese Themen sind in dieser Woche wichtig. Foto: Federico Gambarini (dpa)/ Erik Lalmand (dpa)/ Armin Weigel (dpa)

Was bringt die Woche vom 21. bis 27. Juni? Welche Termine aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft diese Woche wichtig sind, erfahren Sie in unserer Wochenvorschau.

Für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft geht es am Mittwoch beim Spiel gegen Ungarn um den Einzug ins Achtelfinale der EM – vom ersten bis zum letzten Gruppenplatz ist aber noch alles möglich. Ebenfalls am Mittwoch eröffnet im Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg die Landesausstellung "Götterdämmerung II - Die letzten Monarchen". Ab Donnerstag trifft sich der Europäische Rat, um über die Corona-Pandemie, die wirtschaftliche Erholung, Migration und Außenbeziehungen zu beraten.

EM-Spiel gegen Ungarn

Nach dem fulminanten Spiel gegen Portugal muss sich die deutsche Mannschaft vor dem letzten Gruppenspiel der Europameisterschaft gegen Ungarn schnell wieder regenerieren. Am Samstag hatte Deutschland den amtierenden Europameister Portugal mit 4:2 geschlagen und damit die Chancen auf den Einzug ins Achtelfinale erhöht. Spieler des Spiels wurde Robin Gosens, der nicht nur selbst ein Tor schoss, sondern auch bei allen anderen deutschen Toren beteiligt war. Löws Plan mit der bisherigen Turnier-Entdeckung Gosens und dem nur ungern nach rechts gerückten Kimmich ging voll auf. "Beide haben bewusst höher gespielt in der Offensive als gegen Frankreich. Deswegen sind wir oft in den Rücken der Abwehr gekommen, mit sehr guten Pässen da rein, mit Spielverlagerungen", sagte Löw: "Deshalb waren wir gefährlicher. Beide haben das supergut gemacht."

Am Mittwoch geht es in der Allianz Arena gegen Ungarn noch einmal um Alles. Gegen Frankreich zeigten die Spieler Ungarns am Samstag nämlich, dass sie sehr wohl in der Lage sind, einer großen Mannschaft wie dem amtierenden Weltmeister ein Unentschieden abzuringenAus Protest gegen die Politik von Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban soll das Münchner EM-Stadion auf Wunsch des Stadtrates und des Oberbürgermeisters Dieter Reiter (SPD) in Regenbogenfarben erstrahlen.

"Die Landeshauptstadt bekennt sich zu Vielfalt, Toleranz und echter Gleichstellung im Sport und in der ganzen Gesellschaft", heißt es in einem fraktionsübergreifenden Antrag. Das ungarische Parlament hatte am Dienstag ein Gesetz gebilligt, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität einschränkt. Das Gesetz gilt als besonderes Anliegen von Ministerpräsident Viktor Orban. Entsprechend laut war die Forderung nach einem klaren Zeichen bei der Fußball-EM in Deutschland geworden.

idowa.plus ist unser Exklusiv-Angebot für Abonnenten. Greifen Sie ohne zusätzliche Kosten auf Artikel aus Ihrer Zeitung von Morgen schon heute zu. Melden Sie sich als Abonnent einfach an.

EU-Gipfel

Die Staats- und Regierungschefs der EU treffen sich in Brüssel und sprechen laut vorläufiger Agenda über die COVID-19-Pandemie, die wirtschaftliche Erholung und den Aufbauplan für Europa, die EU-Migrationspolitik, die Türkei und Russland.

Für die europäischen Corona-Hilfen hat die EU-Kommission die ersten 20 Milliarden Euro am Kapitalmarkt aufgenommen. Dafür wurden zehnjährige Anleihen platziert, wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Dienstagabend mitteilte. "Ich freue mich, dass dies sehr großes Interesse geweckt hat. Die Anleihe war sieben Mal überzeichnet." Die Konditionen seien mit weniger als 0,1 Prozent Zinsen sehr günstig. Insgesamt würden dieses Jahr 100 Milliarden Euro aufgenommen.

Mit idowa24 - unserer kostenfreien App - sind Sie auch unterwegs bestens informiert. Erhältlich für iOS und Android.

Landesausstellung zeigt "Götterdämmerung" vor einem Jahrhundert

Die bayerische Landesausstellung zeigt heuer den Niedergang der europäischen Königshäuser am Anfang des 20. Jahrhunderts. Wie das Haus der Bayerischen Geschichte berichtet, zeichnet die Schau "Götterdämmerung II – Die letzten Monarchen" in Regensburg die Zeit bis zur Revolution 1918 nach. Dargestellt werde nicht nur der Lebensweg des bayerischen Königs Ludwig III., darüber hinaus gehe es auch um Kaiserin Elisabeth von Österreich, Kaiser Wilhelm II. und das russische Zarenpaar, erläutern die Ausstellungsmacher: "Sie alle kämpften um ihren Platz in einer sich rasant verändernden Welt." Rund 140 Exponate aus dem In- und Ausland wurden für die Schau zusammengetragen. Die Landesausstellung 2021 soll am Mittwoch eröffnen und am 16. Januar 2022 enden.

Hintergrund: Der Titel schließt an die Ausstellung über Ludwig II. an, die vor zehn Jahren auf Schloss Herrenchiemsee präsentiert wurde. Die damalige "Götterdämmerung"-Schau wurde damals mit mehr als einer halben Million Besuchern zu einer der erfolgreichen Landesausstellungen seit Jahrzehnten in ganz Deutschland. Eigentlich sollte auch die Fortsetzung in dem imposanten Schloss auf der Chiemsee-Insel gezeigt werden. Doch der Landkreis Rosenheim und die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung hatten sich wegen der Pandemie von dem Projekt zurückgezogen. Daraufhin wurde die Ausstellung ins Bayern-Museum nach Regensburg verlegt.

Wir bieten Ihnen Ihre Tageszeitung auch als epaper. Informieren Sie sich!

Weitere Themen und Termine:

- Am Montag beginnt der digitale Krankenhausgipfel der Deutschen Krankenhausgesellschaft. An der Eröffnung nehmen unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn teil. 

- Die EU-Außenminister treffen sich am Montag zu einer Tagung in Luxemburg und werden den formellen Beschluss für ein neues Sanktionspaket gegen Unterstützer des belarussischen Staatschefs Alexander Lukaschenko fassen. Thema sollen zudem unter anderem die Lage im Irak und die Beziehungen zu Ländern in Lateinamerika sein.

- Der längste Tag im Jahr mit der kürzesten Nacht ist der Montag. Aus astronomischer Sicht markiert die Sonnenwende den Sommeranfang.  

- Am Montag stellt Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) in Jachenau im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ein Modellprojekt zur Besucherlenkung in den Alpen vor. Es soll helfen, Anstürme zu vermeiden und Gäste gleichmäßig auf die Attraktionen und Regionen zu verteilen. Langfristig könnte davon auch der Bayerische Wald profitieren.

- Am Dienstag tagt in Straubing der Bezirkstag von Niederbayern. Dabei wird es auch eine Sondersitzung zum Straubinger Tiergarten geben. Dort ist ein Löwengehege geplant, bei dem der Bezirk finanziell mithelfen soll. Die Meinungslage darüber ist geteilt. Während etwa die ÖDP wenigstens ein faires Entscheidungsverfahren wünscht, halten Bezirkstagspräsident Olaf Heinrich (CSU) und die niederbayerischen Landkreise nichts von der Förderung. Der Bezirksausschuss der Oberpfalz tagt am Donnerstag. Lesen Sie hierzu Löwengehege: Bezirksverwaltung und Opposition gehen in Position

- Die Verhandlungen im Prozess gegen den früheren französischen Präsident Nicolas Sarkozy stehen am Dienstag vor dem Abschluss. Es geht um mutmaßlich illegale Wahlkampffinanzierung.

- Am Dienstag jährt sich der Überfall von Nazi-Deutschland auf Sowjetunion zum 80. Mal.

- Alle zwei Jahre untersucht die "Mitte-Studie" rechtsextreme und demokratiegefährdende Einstellungen in der deutschen Gesellschaft. Am Dienstag werden die Ergebnisse präsentiert.

- Haftet die Internetplattform YouTube oder ein Sharehosting-Dienst wie "uploaded" für von Dritten unrechtmäßig hochgeladene Dateien mit Inhalten, die das Urheberrecht verletzen? Diese Frage stellt der deutsche Bundesgerichtshof am Dienstag. In den beiden Klagen geht es unter anderem um Videos privater Konzertmitschnitte und Musikwerke sowie medizinische Fachliteratur, die unrechtmäßig hochgeladen wurden. Sind YouTube und Cyando, der Betreiber von "uploaded", schadensersatzpflichtig?

- Vor der zweiten Libyen-Konferenz in Berlin am Mittwoch laden Außenminister Maas und UN-Generalsekretär Guterres Staaten und Organisationen des Berliner Prozesses ins Auswärtige Amt ein. Das Treffen soll weitere Schritte für eine Stabilisierung des nordafrikanischen Bürgerkriegslandes einleiten. In Libyen läuft parallel der politische Prozess mit dem Ziel, im Dezember landesweite Wahlen abzuhalten.

- Der Wohnmobilhersteller Knaus-Tabbert aus Jandelsbrunn im Landkreis Freyung-Grafenau stellt am Mittwoch in der Hauptversammlung seine Geschäftszahlen vor. Vorabmeldungen hatten angesichts des Campingbooms ein positives Ergebnis in Aussicht gestellt.

Egal ob Desktop, Tablet oder Mobilgerät: mit unseren Digitalangeboten sind Sie immer bestens bedient: idowa.de, idowa.plus, idowa24.

- Das Kabinett wird den Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2022 und den Finanzplan bis 2025 voraussichtlich am Mittwoch beschließen.

- Die erste Runde der Tarifverhandlungen für Mitarbeiter von öffentlichen Banken in Deutschland startet am Mittwoch. 

- Im Landtag in München steht am Mittwoch wieder die Befragung der Staatsregierung in der Corona-Krise auf dem Programm.

- Ebenfalls am Mittwoch soll der Landtag im München das neue bayerische Lobbyregistergesetz beschließen.

- Der Fall des unter Terrorverdachts stehenden früheren Bundeswehr-Oberleutnants Franco A. wird vor dem Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt verhandelt. Der 32-Jährige soll aus mutmaßlich rechtsextremistischer Motivation Waffen beschafft haben, um Anschläge auf den damaligen Justizminister Heiko Maas (SPD) und die Vizepräsidentin des Bundestages, Claudia Roth (Grüne), zu verüben. Dazu gab er sich laut Anklage als Syrer aus, um den Verdacht auf Flüchtlinge zu lenken. Der Prozess wird am Donnerstag fortgesetzt. Bisher sind neun weitere Verhandlungstermine bis Ende Juni angesetzt.

- Am Donnerstag beginnt in Passau eines der wichtigsten Kulturevents in Passau: der Eulenspiegel Flying Circus. Lesen Sie hierzu Wie das Festival dieses Jahr aussehen soll

- Microsoft will am Donnerstag das nächste Betriebssystem "Windows 11" vorstellen.

- Die Landesgartenschau findet 2023 in Freyung statt. Dort laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Am Freitag wird der Grundstein für eine neue Parkgarage am Geyersberg gelegt. Die Stellplätze sollen auch nach der Schau Feriengästen, Tagestouristen und Einheimischen eine dauerhafte Nutzung des Freizeitareals ermöglichen.

- Das geplante "Oktoberfest" in Dubai wird zum Fall für die Justiz. Am Freitag verhandelt das Landgericht München I über eine einstweilige Verfügung der bayerischen Landeshauptstadt gegen die Veranstalter des Dubai-"Oktoberfests", wie eine Sprecherin bestätigte. Lesen Sie hierzu Dubai-"Oktoberfest" wird ein Fall für deutsche Justiz

- Fast ein Jahr nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz wird am Freitag der angeklagte Ex-Polizist Derek Chauvin von Geschworenen voraussichtlich in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen. Der schwerwiegendste Anklagepunkt lautete Mord zweiten Grades ohne Vorsatz. Darauf stehen in Minnesota bis zu 40 Jahre Haft.

- In Straubing wird am Freitag ein neuer Donaurastplatz eröffnet.

- Am Samstag stellt die CSU ihre Liste für die Bundestagswahl auf. Die Veranstaltung findet unter freiem Himmel im Frankenstadion in Nürnberg statt.

- Der SSV Jahn Regensburg hält am Samstag ein Testspiel gegen den FC Blau-Weiß Linz ab. 

Die Onlineredaktion von idowa und idowa.plus versendet wöchentlich einen Newsletter. Erfahren Sie, welche Artikel Sie unbedingt lesen sollten, und nehmen Sie an exklusiven Gewinnspielen für unsere Kunden teil. Anmelden ist ganz einfach.

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading