Corona im Landkreis Cham Infektiöser Mix aus Sport und Party

"Hygienekonzepte helfen nur dann, wenn sie eingehalten werden", sagt Landrat Löffler. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die Zahl der Infizierten steigt weiter an. Im Vergleich zum Montag sind nochmals 42 Corona-Patienten hinzugekommen. Damit liegt die Inzidenz bei 98,44 Fällen je 100.000 Einwohner. Das weist die aktuelle Statistik des Landesamts für Gesundheit. Der Landkreis rückt gefährlich nahe an die dunkelrote Marke: Bekanntlich gelten ab einer Inzidenz von 100 Fällen nochmals verschärfte Vorgaben. Vor allem die Gastronomie wäre dann betroffen. Für sie würde fortan eine auf 21 Uhr verkürzte Sperrzeit gelten. Bisher müssen die Wirte um 22 Uhr zusperren. Ein Umstand, der so und so schon für Unmut in der Gastroszene sorgt. Auch die Besucherzahl bei Veranstaltungen wäre jenseits der 100er-Grenze nochmals reduziert. Statt 100 Gästen dürften dann nur noch 50 bei Kultur- oder Vereinsveranstaltungen im Saal sein.

Zugleich nimmt Löffler Stellung zu den jüngsten Corona-Ansteckungsfällen aus dem Umfeld der Sportler: "In letzter Zeit mussten wir sehr deutlich feststellen, dass das Infektionsgeschehen im Landkreis Cham auf einen Mix aus sportlichem Umfeld, privaten Feiern und Alkoholkonsum zurückzuführen ist. Um es noch deutlicher zu sagen: Auf dem Spielfeld oder am Trainingsplatz selber haben wir nahezu keine Infektionen. Bei der gemeinsamen Anfahrt im Auto, in den Umkleidekabinen, bei der anschließenden Spielersitzung im Vereinsheim oder gar beim späteren Treff im Gasthaus oder im privaten Keller sehr wohl. Genau da müssen wir ansetzen. Wenn wir Spielbetrieb und Training überhaupt aufrechterhalten können, muss das Sportheim eigentlich zu sein! Das ist kein Generalangriff gegen den Sport im Allgemeinen. Vielmehr sind es realistische Erfahrungswerte aus unserem Landkreis. Ich will den Sport in so einer schwierigen Zeit unterstützen. Dazu braucht es allerdings Regeln, die eingehalten werden. Hygienekonzepte helfen aber nur dann, wenn sie eingehalten werden."

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