Buch-Tipp "Sie mussten nach links gehen" ist ein berührender Kriegsroman

Der neue Roman von Monica Hesse berichtet über die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs. Foto: Verlagsgruppe Random House GmbH

Mit ihrem Buch "Das Mädchen mit dem blauen Mantel" war Monica Hesse für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2019 nominiert. Und die finsteren Zeiten des Zweiten Weltkriegs, in denen auch das neue Buch spielt, scheinen die Autorin nicht losgelassen zu haben: Der Roman "Sie mussten nach links gehen" beginnt 1945 und schildert wieder ein dramatisches Schicksal.

Darum geht's: "Sie mussten nach links gehen" spielt im Frühjahr 1945. Der Zweite Weltkrieg ist gerade in seiner Endphase und die 18-jährige Zofia wird von Soldaten aus dem KZ Groß-Rosen befreit. Doch auch wenn der Krieg für sie jetzt vorbei ist - ihr Leben ist schon längst zu einem Scherbenhaufen zerfallen. Denn von ihrer Familie haben nur sie und ihr Bruder Abek das KZ überlebt. Doch der ist verschwunden.

Immer verzweifelter sucht Zofia nach seinen Spuren, in der Hoffnung, dass man ihr Abek nicht auch noch genommen hat.

Fazit: Wie schon der Vorgänger ist "Sie mussten nach links gehen" ein trauriges Buch, das stellenweise sehr emotional wird. Zofias packende Geschichte erlaubt dem Leser für ein paar Stunden, sich in die Zeit und Stimmung nach dem Zweiten Weltkrieg hineinzufühlen - und das fast besser, als es jeder Geschichtsunterricht kann.

"Sie mussten nach links gehen" von Monica Hesse, erschienen im CBJ-Verlag.

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