"Querdenken"-Demos Rund 2.000 Teilnehmer in Regensburg und Aichach

, aktualisiert am 14.11.2020 - 15:45 Uhr
Nach der großen "Querdenken"-Demonstration in Leipzig haben Gegner der Corona-Maßnahmen in vielen Städten in Bayern an diesem Wochenende Veranstaltungen angemeldet, auch in Regensburg. Die Demo in der Domstadt findet am Dultplatz statt. Eine Gegendemo geht von der "Initiative gegen Rechts aus". Foto: NEWS5/Bauernfeind

Bei Demonstrationen der "Querdenken"-Bewegung sind am Samstag in Bayern erneut Masken-Gegner auf die Straße gegangen. In Regensburg und in Aichach demonstrierten jeweils rund 1.000 Menschen gegen diverse Corona-Maßnahmen, wie die Polizei mitteilte.

"Nein! zum zweiten Lockdown", hieß es etwa auf Transparenten in Regensburg. Die Veranstalter hatten in beiden Fällen 2.000 Teilnehmer angemeldet, die Behörden beschränkten die Zahl aber auf die Hälfte. Zudem müssen die Teilnehmer Maske tragen und einen Mindestabstand von eineinhalb Metern einhalten.

Vereinzelt mussten Teilnehmer aufgefordert werden, eine Maske zu tragen, wie ein Polizeisprecher in Aichach sagte. In Regensburg hatten die Veranstalter einen Eilantrag gegen die Auflagen beim Verwaltungsgericht eingereicht, den das Gericht aber ablehnte. Dort musste die Polizei mehrere Menschen abweisen, da die Zahl von 1.000 Teilnehmern erreicht war. Es habe mehrere Anzeigen gegeben, unter anderem wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht und wegen des Verdachts falscher Atteste, sagte ein Sprecher. Zudem werde in einem Fall wegen eines Angriffs auf einen Polizeibeamten sowie in einem anderen Fall wegen Beleidigung ermittelt.

Bei einer Gegendemonstration kamen in Regensburg rund 100 Menschen zusammen. In Aichach protestierten rund 30 Menschen gegen die "Querdenker". Die Gruppe "Wir-aus-Aichach" hatte dazu aufgerufen, nicht zu der "Querdenken"-Demo zu gehen. "Corona-Leugner, Feinde unserer Demokratie und andere Hetzer sind bei uns nicht willkommen", hieß es auf der Internetseite. Hinter den Botschaften von Corona-Skeptikern, Corona-Leugnern oder "besorgten Eltern", die auf den ersten Blick einen guten Klang hätten, steckten fragwürdige Thesen mit weitreichenden Konsequenzen. Und: "Die Demo in Aichach soll nicht wie Leipzig werden."

In Leipzig war vor einer Woche eine Kundgebung von mehr als 20.000 Gegnern der Corona-Maßnahmen aus dem Ruder gelaufen. Die meisten Teilnehmer trugen keine Schutzmaske und hielten sich auch nicht an die Abstandsregeln.

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