Lohnerhöhung Gewerkschaft lehnt neues Bahn-Angebot ab

Claus Weselsky, Chef der Lokführergewerkschaft GDL, kommt zu den Tarifverhandlungen. Foto: Martin Schutt/dpa

Es geht um Prozente, Laufzeiten und Einmalzahlungen - wie viel Geld die Eisenbahner künftig bekommen, darum wird noch immer gerungen. Für Fahrgäste gilt: So lange geredet wird, gibt es keine Streiks.

Die Lokführergewerkschaft GDL hat das jüngste Tarifangebot der Deutschen Bahn abgelehnt. Sie setzt auf weitere Verhandlungen und Zugeständnisse des bundeseigenen Konzerns.

Der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky sagte am Mittwoch im SWR: "Es ist eine Taktiererei, ein Verschieben von Zahlen. Für Tarifexperten ist das neue Angebot genauso viel wert wie das vorhergehende Angebot."

Die Bahn versuche lediglich über eine höhere Zahl - 3,2 Prozent statt 2,5 Prozent - bei der angebotenen ersten von zwei Stufen den Eindruck zu erzeugen, dies sei ein besseres Angebot. "Wenn man allerdings auf 34 Monate Laufzeit geht, dann kommt man zu dem Schluss, dass beide Angebote gleichwertig sind." Die Bahn müsse sich die Frage gefallen lassen, "ob sie mit Taschenspielertricks die Kollegen blenden will".

Das Schlichtungsverfahren für die Deutsche Bahn und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) wurde in der Tarifrunde 2015 festgelegt. Die Vereinbarung gilt bis zum 31. Dezember 2020. Demnach können beide Seiten die Schlichtung einvernehmlich einleiten oder eine Seite, wenn sie zuvor die Verhandlungen für gescheitert erklärt hat. Die Schlichtungskommission besteht aus zwei unparteiischen Vorsitzenden und je drei Vertretern von GDL und Bahn. Sie muss laut Vereinbarung spätestens nach drei Wochen eine Einigungsempfehlung vorlegen. Eine Fristverlängerung um eine Woche ist möglich. Bis zum Ende des Schlichtungsverfahrens gilt ein Streikverbot.
 

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