Berg-Karabach Armenien und Aserbaidschan wollen Friedensvertrag aushandeln

Armenien und Aserbaidschan streben eine friedliche Lösung für den immer wieder eskalierenden Konflikt in der Region Berg-Karabach an. Foto: Uncredited/APTN/AP/dpa

Es kommt Bewegung in den Konflikt im Südkaukasus: Aserbaidschan und Armenien wollen einen Friedensvertrag aushandeln. Bislang kommt es vor allem in Teilen Berg-Karabachs immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen.

Die beiden verfeindeten Südkaukasus-Republiken Armenien und Aserbaidschan haben sich unter EU-Vermittlung auf die Aushandlung eines Friedensvertrags verständigt.

Das teilten beide Seiten am Donnerstag nach einem Treffen von Armeniens Premierminister Nikol Paschinjan und Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev in Brüssel mit. "Wir haben alle gemeinsam beschlossen, einen konkreten Prozess für Friedensgespräche einzuleiten, um einen möglichen Friedensvertrag vorzubereiten", sagte EU-Ratspräsident Charles Michel nach den Gesprächen in der Nacht zum Donnerstag.

"Wichtiger Schritt in die richtige Richtung"

Dies sei ein "wichtiger Schritt in die richtige Richtung", sagte Michel. Armenischen Angaben zufolge soll auch eine Kommission eingerichtet werden, die sich mit Fragen der Sicherheit und Stabilität entlang der Grenze beschäftigen soll. Der Kreml in Moskau begrüßte am Donnerstag die Bemühungen um einen Friedensvertrag.

Zwischen den beiden Ex-Sowjetrepubliken gibt es vor allem Streit um die umkämpfte Region Berg-Karabach. Im Herbst 2020 hatte Aserbaidschan in einem kurzen Krieg große Teile Berg-Karabachs zurückerobert, das zuvor seit Jahrzehnten von Armenien kontrolliert worden war. Ein Waffenstillstand wird von russischen Truppen überwacht. Trotzdem kommt es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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