Berchtesgadener Land Bergsteiger überlebt Absturz über 120 Meter

Ein Rettungshubschrauber fliegt am Himmel. Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Ein Bergsteiger hat einen Absturz über 120 Meter durch eine felsdurchsetzte Schneerinne bei Ramsau im Berchtesgadener Land überlebt. Der 38-Jährige aus Mittelfranken sei am Ostersonntag am Hochkalter im Aufstieg ausgerutscht und über 80 Höhenmeter rund 120 Meter weit abgestürzt, teilte der Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes am Dienstag mit. Er habe Glück gehabt, da er in 2130 Metern Höhe an einem großen Block hängengeblieben sei. Er wurde mittelschwer verletzt.

Der Mann habe selbst einen Notruf abgesetzt. Mit dem Hubschrauber wurde er aus dem steilen, vereisten und mit einer dünnen Schneeschicht bedeckten Gelände geborgen.

An den Tagen um Ostern waren drei Wanderer auf Altschnee ausgerutscht und in den Tod gestürzt. Noch vor Ostern hatten Polizei und Bergwacht vor winterlichen Verhältnissen und gefährlichem Altschnee in höheren nördlichen Lagen gewarnt und gute Ausrüstung angemahnt.

Ein Ehepaar war mit Turnschuhen im alpinen Zugspitzgebiet unterwegs und rutschte ab. Im Karwendel verlor ein 27-jähriger Wanderer ebenfalls auf schneebedecktem Untergrund den Halt. Allein in diesem Jahr gab es damit bereits 19 tödliche Unfälle in dem Gebiet des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd von Berchtesgaden bis zur Zugspitze.

Die Bergwacht musste auch zu anderen Einsätzen ausrücken. Am Ostermontag stürzte ein 64-jähriger Drachenflieger bei Grassau im Landkreis Traunstein ab. Er habe kurz nach dem Start an der Bergstation der Hochplattenbahn die Baumwipfel gestreift und sei anschließend in einer Baumkrone etwa 35 Meter über dem Boden hängen geblieben, teilte die Bergwacht Grassau auf Facebook mit. Der Mann kam mit einem Unterarmbruch, Prellungen und Schürfwunden davon.

Am Karfreitag hatten Einsatzkräfte der Bergwacht einen 18 Jahre alten Tschechen vom Steilufer des Königssees gerettet. Der junge Urlauber hatte eigentlich von Sankt Bartholomä aus zum Ingolstädter Haus im Steinernen Meer aufsteigen wollen, sich dann aber verlaufen.

Am Ostermontag mussten Wasserretter einen Holländer am Südufer in Salet abholen, den ein Förster beim Wildcampen im Nationalpark erwischt hatte. Drei Wasserretter waren eine gute Stunde im Einsatz. Das Biwakieren im gesamten Nationalpark ist verboten und wird zur Anzeige gebracht. Der Einsatz sei "kostenpflichtig", betonte die Bergwacht.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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