Straubing (dpa/lby) - Die Agnes-Bernauer-Festspiele in Straubing haben mit einer Neuinszenierung ihre Premiere gefeiert. Die Geschichte sei sensationell und das Ensemble großartig, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Freitag bei der Eröffnung. Heute wäre Agnes Bernauer wohl ein Superstar und zu ihrem Fall gäbe es eine "Aktenzeichen-XY"-Sendung. Begleitet wurde Festspiel-Schirmherr Söder von seinem Stellvertreter Hubert Aiwanger (Freie Wähler) und Kunstminister Bernd Sibler (CSU). Unter wolkenverhangenem Wetter verfolgten die Besucher die mittelalterliche Liebesgeschichte zwischen dem Herzogssohn Albrecht II. und der nicht standesgemäßen Baderstochter Agnes Bernauer.

Kulisse für die Aufführungen ist der Innenhof des Herzogsschlosses. Bis 21. Juli findet hier viermal wöchentlich Agnes Bernauer den Tod in der Donau - dargestellt wird die Geschichte von mehr als 120 Ensemble-Mitgliedern des Festspielvereins. Regie führt erstmals Andreas Wiedermann. Geschrieben hat das Stück der ehemalige "Stern"-Korrespondent Teja Fiedler.

Fast 600 Jahre alt ist die Geschichte um die Augsburgerin Agnes Bernauer, die für ihre Beziehung zum Wittelsbacher-Spross zum Tode verurteilt und in der Donau bei Straubing ertränkt wurde. Die Festspiele fanden 1935 zum ersten Mal statt.