Bayern Migrant bringt sich bei illegaler Einreise in Lebensgefahr

Versteckt in einem Güterzug reisen drei Männer nach Deutschland. Einer riskiert dabei sein Leben.

Tuntenhausen (dpa/lby) - Drei Migranten sind versteckt in einem Güterzug illegal nach Deutschland eingereist. Einer davon brachte sich dabei nach Angaben der Bundespolizei im Landkreis Rosenheim in Lebensgefahr. Inzwischen seien die Männer nach Österreich ausgewiesen worden, wo ihr Aufenthaltsstatus geprüft werde, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Sonntag.

Die Männer im Alter zwischen 23 und 49 Jahren sollen in Italien durch einen Schlitz in der Plane in das Innere des Aufliegers gelangt sein. Beim Überfliegen der Zugstrecke erkannte die Besatzung eines Polizeihubschraubers, dass bei dem Güterzug die Abdeckung aufgeschnitten war und löste Alarm aus.

Der Zug wurde am Samstag bei Tuntenhausen gestoppt. Daraufhin versuchte einer der Männer, aus dem Auflieger herauszuklettern und kam der Strom führenden Oberleitung gefährlich nahe. Die Polizei ließ daraufhin den Bahnstrom abschalten und nahm die Männer in Gewahrsam.

Die Männer konnten sich laut Bundespolizei nicht ordnungsgemäß ausweisen. Allerdings hätten die Beamten zerrissene und teilweise verbrannte Dokumente gefunden, die Rückschlüsse auf die Personalien der Migranten zuließen. Es handelt sich demnach um zwei Türken und einen Syrer. Die Bundespolizei ermittelt jetzt, ob auch Schleuser im Spiel waren.

© dpa-infocom, dpa:210904-99-93784/3

 

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