Bayern Gewalt hinter Gittern

In den JVAs in Straubing und Landshut gibt es immer mehr Drogensüchtige und psychisch Erkrankte. Das führt laut Justizbeamten häufig auch zu mehr Gewalt unter Häftlingen und gegen JVA-Mitarbeiter. Foto: Weigel/dpa

Attacken unter Häftlingen und gegen Justizbeamte nehmen laut Justizministerium bayernweit zu. Unsere Mediengruppe hat bei den Leitern der Justizvollzugsanstalten (JVAs) in Landshut, Straubing und Regensburg nachgefragt.

Erst neulich sitzt wieder ein neuer Insasse der JVA Straubing beim Psychologen, wird begutachtet: "Ein Opfertyp", lautet der Vermerk. Täter, die potenzielle Opfer sind - das sind solche, die anders sind, nicht dazugehören. Die andere Insassen mobben, denen sie drohen oder Gewalt antun könnten, erklärt Marcus Hegele, stellvertretender Leiter der JVA Straubing. "Es gibt umgekehrt auch die Tätertypen." Also diejenigen, die im Gefängnis als gewaltbereit eingestuft werden.

Von dieser Einstufung hängt ab, wer wo untergebracht wird. Was ein bisschen so klingt wie im Film, entspricht dem Alltag. Auch im Gefängnis gibt es eine stereotype Klassenzimmer-Hierarchie mit Strebern, Anführern und Gang: ein Sozialdarwinismus, der das Überleben der Angepassten sichert.

Darum geht es in Bayern immer häufiger. Fälle von Gewalt haben sich seit 2013 fast verdoppelt. Die Tendenz steigt. So griffen Insassen im vergangenen Jahr 216 Mal andere Gefangene an. Das waren 37 Fälle mehr als 2016, wie aus Zahlen des Justizministeriums hervorgeht.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 12. Oktober 2018.

 

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