Bayern Festnahmen nach Diebstahl an mehreren Denkmälern in München

Handschellen sind an einem Gürtel eines Beamten befestigt. Foto: Frank Molter/dpa/Symbolbild Foto: dpa

München (dpa/lby) - Drei Menschen sollen mehrere Denkmäler am Alten Südlichen Friedhof in München beschädigt haben. Kunstfahnder nahmen die Verdächtigen fest, wie das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA) am Mittwoch mitteilte. Sie sollen Büsten der Grabmäler und zwei Kreuze gestohlen haben.

Schon Ende März seien die Gräber des Malers Josef Flüggen, des Schriftstellers Martinus Schleich und des Hoffotografen Franz Werner beschädigt worden, heißt es. Außerdem sei ein Kreuz des Weihwasserbeckens zur Sendlinger Mordweihnacht, einer Bauernschlacht im Jahr 1705 mit mehr als 1100 Toten, entwendet worden.

Die Ermittler fanden nach eigenen Angaben zwei gestohlene Büsten und das Kreuz des Weihwasserbeckens bei einem Münchner Schrotthändler. Zwei Männer im Alter von 20 und 25 Jahren seien bei dem Verkauf der dritten Büste festgenommen worden. Auch eine 26-Jährige soll an der Tat beteiligt gewesen sein.

Das BLKA prüft einen Zusammenhang mit der Bronzebüste von König Ludwig II., die Ende März an der Münchner Corneliusbrücke von einem Steinsockel abgetrennt und entwendet wurde. Ein Spaziergänger entdeckte die Büste am vergangenen Samstag in der Isar. Die Ermittler bitten um Hinweise.

© dpa-infocom, dpa:210414-99-196922/2

 

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