Bayern Fachgespräch zur Qualität von Pflegeheimen

Eine Mitarbeiterin (r) betreut einen Bewohner des privaten Pflegeheims. Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild

Experten aus dem Bereich der Pflege wollen über einen besseren Schutz von Bewohnern in Pflegeheimen sprechen. Hintergrund seien Vorwürfe gegen eine inzwischen geschlossene Einrichtung in Augsburg. Aus dem Fall sollen Konsequenzen gezogen werden, wie Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Sonntag mitteilte. Das virtuelle Treffen sei für 25. März geplant.

Eingeladen sind demnach Vertreter der Pflegebedürftigen sowie der Prüfinstanzen, aber auch zum Beispiel die Fachstellen für Pflege- und Behinderteneinrichtungen, Qualitätsentwicklung und Aufsicht (FQA), der Medizinische Dienst, die Vereinigung der Pflegenden, die Arbeitsgemeinschaft der Pflegekassenverbände, sowie Landespolitiker und Vertreter von Landkreis-, Städte-, Gemeinde- und Bezirketag.

Es gehe nicht um Parteipolitik, sondern um das Wohl und den bestmöglichen Schutz pflegebedürftiger Bürger, die in Heimen leben. "Die Betroffenen und ihre Angehörigen müssen darauf vertrauen können, dass die Pflege und Betreuung in allen bayerischen Pflegeheimen gut und angemessen gewährleistet wird."

Es soll auch eine Novellierung des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes diskutiert sowie die Ausschreibung eines externen Organisationsgutachten vorbereitet werden. Ziel des Gutachtens sei es, Verbesserungspotenziale unter Beteiligung der FQA und der Regierungen herauszuarbeiten.

Sowohl das Expertengespräch als auch das Organisationsgutachten sind Teil des Fünf-Punkte-Plans, den Bayerns Gesundheitsminister vor einer Woche vorgelegt hatte. Ab 7. März soll eine bayernweit gültige Telefonnummer und Kontaktstelle unter dem Motto "Pflege SOS" beim Landesamt für Pflege an den Start gehen.

Holetschek verwies erneut darauf, dass die örtlichen Behörden bereits angewiesen wurden, bei bestimmten Mängeln sofort Maßnahmen anzuordnen. Wichtig seien effiziente Kontrollen ohne überbordende Bürokratie, so der Minister.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading