Bayern Elektronisches Polleninformationsnetzwerk startet im Mai

Pollen vom Hasel fliegen durch die Luft. Foto: Wolfgang Kumm/Archiv Foto: dpa

München (dpa/lby) - Birke, Weide, Esche: Pollenallergiker und Asthmatiker in Bayern sollen ab dem 22. Mai bessere Informationen über Pollenflug bekommen. Dann gehe das weltweit erste elektronische Polleninformationsnetzwerk in Betrieb, teilte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Montag in München mit. Beim Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sollen Menschen dann für jeden Standort und nach Pollenart die aktuelle Belastung abrufen können.

Jeder zweite der zwei Millionen Allergiker im Freistaat reagiert nach Angaben des Ministeriums auf Pollen. Daher sind die zwei Millionen Euro, die in das Netzwerk investiert wurden, aus Humls Sicht gut angelegtes Geld. An dem Projekt waren laut Mitteilung das Zentrum für Allergie und Umwelt der Technischen Universität München und das Helmholtz Zentrum München sowie internationale Experten beteiligt.

Die erste von acht Pollenmessstationen für das Projekt war im April 2018 in Garmisch-Partenkirchen in Betrieb gegangen. Weitere Pollenmonitore stehen in Viechtach (Landkreis Regen), Marktheidenfeld (Landkreis Main-Spessart), Altötting, Mindelheim, Hof und München. Am 25. April soll eine Messstelle in Feucht hinzukommen.

"Wer an Heuschnupfen-Symptomen wie juckenden Augen, triefender Nase oder Husten leidet, sollte beim Arzt klären lassen, ob es sich um eine echte Allergie handelt", riet Huml. Unbehandelt könnte die zu Asthma führen. Baumpollen wie Haselnuss, Erle oder Birke verursachten vor allem von Februar bis April Beschwerden. Im Mai und Juni seien viele Gräserpollen in der Luft, im Hochsommer folgen Kräuterpollen.

 
 

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