Ankerzentrum Deggendorf Mann verletzt Security-Mitarbeiter mit Flasche

, aktualisiert am 19.07.2019 - 14:38 Uhr
Ein Asylbewerber ist am Montag mit einer abgebrochenen Flasche auf einen Sicherheitsdienstmitarbeiter losgegangen (Symbolbild). Foto: Susanne Raith

Ein 20-Jähriger aus Eritrea soll am Montagabend im Deggendorfer Ankerzentrum einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes mit einer abgebrochenen Flasche verletzt haben. Der Mann erlitt leichte Verletzungen, gegen den Tatverdächtigen wurde Haftbefehl erlassen.

Kurz nach 21 Uhr wollte der 20-jährige Bewohner des Ankerzentrums die Unterkunft mit einer Schnapsflasche betreten. Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes wies ihn daraufhin, dass er die Flasche nicht mit in das Ankerzentrum nehmen dürfe. Daraufhin entwickelte sich laut Polizei ein Streit zwischen den beiden Männern.

Die Auseinandersetzung geriet aus dem Ruder. Der Eritreer, der zu dem Zeitpunkt bereits betrunken war, soll seine Schnapsflasche zerbrochen haben. Danach soll er versucht haben, mit dem abgebrochenen Flaschenhals auf den Security-Mitarbeiter einzustechen. Der Sicherheitsdienst sagte der Polizei, er habe den Angriff jedoch abwehren können. Er zog sich dabei eine Schnittwunde am Arm zu. Ein weiterer Sicherheitsdienstmitarbeiter kam seinem Kollegen zu Hilfe. Zusammen hielten sie den Eritreer fest. 

Wie die Polizei mitteilte, sollen sich laut Sicherheitsdienst fünf weitere Bewohner im Alter zwischen 20 und 31 Jahren mit dem 20-Jährigen solidarisiert und sich mit faustgroßen Steinen bewaffnet haben. Mehrere Polizeistreifen trafen dann am Ankerzentrum ein und konnten die Lage beruhigen. Es kam zu keinen Steinwürfen. Der Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes wurde zur ambulanten Behandlung in eine Klinik gebracht.

Die Polizeiinspektion Deggendorf hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Staatsanwaltschaft Deggendorf beantragte einen Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen. Dieser wurde einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der den Haftbefehl bestätigte. Die Polizei brachte ihn daraufhin in ein Gefängnis. Gegen die fünf weiteren Bewohner wird wegen des Verdachts der versuchten Nötigung und der Bedrohung ermittelt.

Inzwischen hat die Polizei mitgeteilt, dass der Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes den Angriff wohl nur vorgetäuscht haben soll. Mehr dazu lesen Sie unter: Security-Mitarbeiter hat Flaschen-Angriff nur vorgetäuscht

Weitere Artikel

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

1 Kommentar

Kommentieren

null

loading