Er sollte keine Altpapiertonne werden, der Chamer Bücherschrank, der die Wohlfühl-Lounge im Chamer Wohnzimmer komplett machte, als er vor knapp vier Jahren am Marktplatz aufgestellt wurde. Seither betreuen ihn die Mitarbeiterinnen der Stadtbibliothek. Geplant war, dass überwiegend aktuelle Kinderliteratur und Romane der populären Richtung den Weg zu neuen Besitzern finden und ein Austausch stattfindet. Beim Literaturtransfer sollte es ein Buch sein, "das ich selber gerne gelesen habe oder das ich gerne lesen würde", so formulierte es Bibliotheksleiterin Evi Fellner. "Wir möchten, dass nicht nur Konsaliks hier stehen."

Die Realität sieht anders aus. Corona bedingt quillt die Zelle derzeit über, weil jeder daheim ausgemistet hat. Jeden Tag kann man Exemplare, wie folgende Bücher, entdecken: "Das Fähnlein der sieben Aufrechten" führt die gleichnamige Erzählung von Gottfried Keller an (eine historische Taschenbuchausgabe von 1947). Aus dem Jahr 1959 findet man eine "Reader's Digest"-Ausgabe, gefolgt von einer Schülerhilfe "Rechtschreibdiktate" von 1965. Auch eine "Laborkunde für Arzthelferinnen" von 1987 wartet hier auf den geneigten Leser. Beinahe täglich müssen die Mitarbeiterinnen der Bibliothek die Bücherbox durchforsten und dem Müll-Virus Einhalt gebieten. Die Mitarbeiterinnen entsorgen derzeit ganze Taschen voller unbrauchbarer, zum Teil schimmliger und vergilbter Bücher und schleppen sie zur Entsorgung.

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