200. Ausgabe der Freistunde-Zeitung Anna Westermeier über den Film "Drei Schritte zu dir"

Stella und Will sind beide unheilbar krank und müssen auf Distanz zu anderen bleiben – doch sie fühlen sich zueinander hingezogen. Foto: Patti Perret/Universal Pictures

In „Drei Schritte zu dir“ wünschen sich Stella und Will nichts sehnlicher, als sich berühren zu können, doch sie müssen Abstand halten. Anna Westermeier stellt den Film vor.

Kann man jemanden lieben, wenn man gezwungen ist, einen Sicherheitsabstand zu dieser Person einzuhalten? Darum und um den Wunsch danach, sich berühren zu dürfen, dreht sich der Film „Drei Schritte zu dir“. Darin entwickeln Stella und Will eine enge Bindung, obwohl sie immer auf Distanz bleiben müssen, denn die kleinste Berührung kann tödlich enden. Das erinnert fast schon ein bisschen an den Sicherheitsabstand, den wir wegen der Corona-Pandemie einhalten sollen, und stellt das junge Liebesglück der beiden auf eine harte Probe.

Darum geht's: Seit der Geburt leidet die 17-jährige Stella Grant (Haley Lou Ricardson) an Mukoviszidose, einer unheilbaren Lungenkrankheit, und verbringt ihr Leben daher größtenteils im Krankenhaus. Dennoch versucht sie, ein halbwegs normales Teenagerleben zu führen und steckt mit ihrem Lebensmut selbst die pflichtbewussten Krankenschwestern an. Sie kämpft und wünscht sich nichts sehnlicher als eine Spenderlunge.

Eines Tages trifft sie auf den charmanten Will Newman (Cole Sprouse), der vom selben Schicksal geprägt ist. Gegensätzlicher könnten die beiden aber nicht sein: Während Stella unter Kontrollzwang leidet und sämtliche ärztliche Anweisungen vernünftig befolgt, um die Krankheit bestmöglich zu bewältigen, rebelliert Will ständig. Anfangs animiert sie ihn lediglich dazu, seinen Therapieplan einzuhalten. Doch schon bald knistert es zwischen den beiden und es entfaltet sich eine zärtliche Liebe. Obwohl sie sich so sehr zu ihm hingezogen fühlt, weiß sie, wie wichtig es ist, den Sicherheitsabstand zu Will einzuhalten. Denn seine Bakterien können gefährliche Folgen für ihr eigenes Leben haben. Können die beiden ihrem innigsten Wunsch nach Nähe widerstehen?

In aller Kürze: Stella und Will leiden unter dem Schicksal, dass ihrer gemeinsamen Liebesgeschichte eine unheilbare Krankheit im Weg steht. Kann die Vernunft der Gefahr standhalten? Denn bereits die kleinste Vernachlässigung des Sicherheitsabstandes kann für die beiden zum Tod führen.

Fazit: Wer von Filmen wie „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“, „Du neben mir“ oder „Midnight Sun“ begeistert ist, dem wird dieser Film ganz sicher gefallen. Dabei unbedingt Taschentücher bereithalten, denn die ein oder andere Träne lässt sich nicht verkneifen!

„Drei Schritte zu dir“, Drama, 116 Minuten, Universal Pictures, auf Blu-Ray und DVD erhältlich, freigegeben ab sechs Jahren.

 

Anna Westermeier (16, aus Salching):

Mein größter Wunsch ist, die Corona-Pandemie zusammen mit meiner Familie, meinen Verwandten, Freunden und Bekannten bestmöglich zu überstehen.

Gerade in so einer Zeit, die von Sorgen und Angst geprägt ist, sollten alle Menschen zusammenhalten, immer weiterkämpfen und zuversichtlich

in die Zukunft blicken – so wie die junge Stella im Film „Drei Schritte zu dir“.

Hier findest du alle Texte aus der 200. Ausgabe der Freistunde-Zeitung.

 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading