Am Donnerstag um 9 Uhr sollte der Prozess wegen sexueller Nötigung gegen den 39-jährigen Ranjid N. (alle Namen von der Redaktion geändert) beginnen. Sechs Verhandlungstage waren angesetzt, am Ende reichte einer.

Es ist dunkel draußen und kalt am Abend des 7. Januar 2018. Ihr Arbeitgeber fährt die damals 15-jährige Anastasija K. vom Babysitten nach Hause. Auf dem Weg biegt er ohne Vorwarnung in ein unbeleuchtetes Waldstück ein. Er stoppt, stellt den Motor ab und schaltet das Licht aus. Dann vergeht er sich an der Jugendlichen, will sie zum Oralsex zwingen. Am Ende verlangt er von ihr, ihn mit der Hand zu befriedigen. Sie tut es - aus Angst. Später hat sie Angst, über den Vorfall zu sprechen. Erst, als eine Kollegin bemerkt, dass mit ihr etwas nicht stimmt, redet sie.