Serien-Tipp

Marvel-Serie „Wonder Man“ ist ungewöhnlich innovativ für das Studio

Noch eine Comicverfilmung auf Disney+? Das ist nur eine Hürde, mit der „Wonder Man“ zu kämpfen hat. Doch die Serie rund um den schauspielernden Superhelden ist so innovativ wie schon länger nichts mehr.

Marvels neue Serie macht viel richtig.

Marvels neue Serie macht viel richtig.

Darum geht’s: Seit er denken kann, hat Simon Williams nur einen Traum: Schauspieler in Hollywood zu werden. Doch auch noch Jahre später kämpft er darum, seine Karriere in Gang zu bringen. Dann verändert eine vermeintliche Zufallsbegegnung Simons Leben. Er trifft Trevor Slattery, der den meisten Menschen nur als der Mandarin bekannt ist. Auch Trevor versucht, wieder so etwas wie eine Schauspielkarriere zu haben, doch seine Rolle als Terroristenführer scheint wohl zu viel Erde verbrannt zu haben.

Dann erfahren beide, dass der legendäre Regisseur Von Kovak eine Neuverfilmung des Superheldenfilms „Wonder Man“ plant. Gerade Simon will die Rolle des Titelhelden unbedingt. Schließlich war es „Wonder Man“, der in ihm überhaupt erst den Traum entzündet hat, Schauspieler zu werden. Doch der junge Schauspieler hat noch ein ganz anderes Problem, das ihm neben Konkurrenten und dem Irrsinn der Traumfabrik Hollywood das Leben schwer macht. Simon besitzt Superkräfte und wird deshalb von der Regierung gejagt.

Das Besondere: „Wonder Man“ ist nicht wie andere Marvel-Serien. Geht es dort oft um Superhelden, die mit ihrem Alltag zu kämpfen haben, ist Simon Williams vor allem erst einmal ein Schauspieler, der außerdem Superkräfte hat. Statt vieler Special Effects und epischer Kämpfe erwartet den Zuschauer deshalb ein Blick hinter die Kulissen Hollywoods und den Beruf des Schauspielers.

Hintergrund: Wie die meisten anderen Marvel-Superhelden-Serien basiert auch „Wonder Man“ auf einem weniger bekannten Charakter aus der Riege der legendären Comics. In denen war Wonder Man zunächst ein Schurke, der sich gegen die Avengers stellte, wechselte dann aber auf die Seite der Guten und wurde Teil des Teams, mit dem er zuvor noch verfeindet war. Abgesehen davon gehört der Charakter eindeutig in die hinteren Reihen der Marvel-Superhelden.

Fazit: „Wonder Man“ macht vieles anders als die restlichen Marvel-Serien und damit vieles richtig. Keine Folge ist länger als 40 Minuten. Statt Drama und Kämpfe gibt es Humor und echte Emotionen. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Beziehung zwischen Simon und seinem väterlichen Freund Trevor, hinreißend verkörpert von Yahya Abdul-Mateen II und Marvel-Veteran Ben Kingsley. Die beiden ungleichen Schauspieler geraten im Laufe der Serie in immer absurder anmutende Situationen, aus denen sie – wie sie schnell merken – letztlich nur gemeinsam wieder herauskommen. Dass Simon nebenbei auch noch ein Superheld ist, spielt dabei nur selten eine Rolle, ist aber trotzdem die Triebfeder der ganzen Serie. Bitte gerne mehr davon.

„Wonder Man“, acht Folgen à rund 35 Minuten, seit 28. Januar 2026 im Abo auf Disney+ zu sehen, freigegeben ab sechs Jahren.

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