Haftbefehl erlassen

Verdacht auf Bandendiebstahl: Sprengstoff auf A3 bei Wörth an der Donau

Eine Polizeikontrolle auf der A3 im Kreis Regensburg hat weitreichende Konsequenzen. Die Polizei berichtet von „sprengstoffverdächtigen Gegenständen“, nun prüfen Ermittler Spuren zur Geldautomatensprenger-Szene.

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Die beiden Personen wurden laut Polizei vorläufig festgenommen.

Die beiden Personen wurden laut Polizei vorläufig festgenommen.

Von Simon Stadler, und Redaktion idowa

Im Rahmen einer Verkehrskontrolle haben Polizeibeamte am frühen Freitagmorgen auf der A3 im Bereich der Anschlussstelle Wiesent/Wörth an der Donau „sprengstoffverdächtige Gegenstände“ gefunden. Zwei Personen sind vorläufig festgenommen worden, die Autobahn ist in beide Richtungen gesperrt. 

Das wichtigste in Kürze:

  • Bei einer Kontrolle auf der A3 am Freitag gegen 2 Uhr fanden Beamte in einem Auto „sprengstoffverdächtige Gegenstände“, zwei Brecheisen sowie einen Benzinkanister
  • Ein Gegenstand sei gesprengt worden, da es zu unsicher gewesen sei, ihn zu transportieren. Die Fahrzeuginsassen seien festgenommen worden
  • Die A3 wurde an der Fundstelle in beide Richtungen komplett gesperrt. Seit 12 Uhr könne die Autobahn wieder in beide Richtungen befahren werden.
  • Hintergründe des Fundes und Absichten der Festgenommenen sind noch unklar. Man könne ausschließen, dass es sich um ein Verfahren im Bereich des Staatsschutzes handelt. Unter anderem prüfen Ermittler Spuren zur Geldautomatensprenger-Szene.
  • Gegen die beiden Festgenommenen wurde ein Haftbefehl aufgrund des Tatverdachts des Verabredens zum Verbrechen des schweren Bandendiebstahls erlassen.

Wie die Polizei berichtet, seien die 28-jährige Fahrerin des Autos, sowie ein 24-jähriger Beifahrer beteiligt. Bei einer Kontrolle gegen 2 Uhr sollen die Beamten sprengstoffverdächtige Gegenstände gefunden und sichergestellt haben. Worum es sich dabei genau handelt, lässt sich einer Sprecherin zufolge noch nicht sagen. Auch Gerüchte rund um mögliche Geldautomatensprenger konnte die Sprecherin auf Nachfrage unserer Mediengruppe zum derzeitigen Zeitpunkt weder bestätigen noch verneinen. Beide Personen seien vorläufig festgenommen worden. 

Die A3 wurde zur Vorbeugung einer etwaigen Explosionsgefahr zwischen den Anschlussstellen Rosenhof und Wiesent in Fahrtrichtung Passau sowie ab der Anschlussstelle Tiefenthal in Fahrtrichtung Nürnberg gesperrt. Der Verkehr wurde bei der Anschlussstelle Rosenhof in Fahrtrichtung Passau ausgeleitet. In der Fahrtrichtung Nürnberg wurde ab der Anschlussstelle Kirchroth ausgeleitet. Am Morgen staute sich der Verkehr auf der Autobahn und auf der nahen Bundesstraße 8. Die Fahrtrichtung Nürnberg habe gegen 10.30 Uhr wieder freigegeben werden können. In Fahrtrichtung Passsau sei die Polizei noch mit Absuchen beschäftigt gewesen. Gegen 12 Uhr sei die Vollsperrung der Autobahn aufgehoben worden, seitdem könne diese wieder in beide Richtungen befahren werden. Eine Gefahr für die Allgemeinheit habe aufgrund der weiträumigen Sperrung nicht bestanden. 

Einsatzkräfte sichern den Ereignisort weiträumig ab, auch Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamts sind vor Ort. Wie ein Sprecher nun mitteilte, haben die Ermittler gegen 8.45 Uhr einen Gegenstand gesprengt. Es habe sich vermutlich um Sprengstoff gehandelt. Der Gegenstand sei nicht sicher genug gewesen, um ihn zu transportieren. Daher hätten sich die Ermittler zu diesem Schritt entschieden.

Nach aktuellem Ermittlungsstand könne man ausschließen, dass es sich um ein Verfahren im Bereich des Staatsschutzes handelt, bestätigte ein Sprecher des Landeskriminalamts auf Nachfrage unserer Mediengruppe. Das Landeskriminalamt übernahm dennoch die Ermittlungen zu dem Vorfall. Die Teile des gesprengten Gegenstands sollen von Experten unter die Lupe genommen werden. Zur Art des Gegenstands gab es auch vonseiten des Landeskriminalamts noch keine Auskunft. Unter anderem prüfen die Ermittler Spuren zur Geldautomatensprenger-Szene. Ermittelt werde weiter in alle Richtungen, einem Zusammenhang mit diesem Hintergrund werde dabei aber nachgegangen, so ein Sprecher des Landeskriminalamts. Einen politischen Hintergrund schließen die Ermittler derzeit demnach aus.

Die beiden festgenommenen Personen seien zur Klärung der Haftfrage beim Amtsgericht Regensburg vorgeführt worden. Aufgrund des Tatverdachts des Verabredens zum Verbrechen des schweren Bandendiebstahls mit Vorbereitung eines Explosions- oder Strahlungsverbrechens sowie weiterer Verstöße nach dem Sprengstoffgesetz seien Haftbefehle erlassen worden. Eine Verbindung zur Geldautomatensprenger-Szene läge also nahe, bestätigen könne man dies aber bisher nicht, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamts.

Wir berichten weiter. 

Vor der Ortschaft Kiefenholz: Links ist das Fahrzeug zu sehen, in dem die „sprengstoffverdächtigen Gegenstände' gefunden wurden, rechts daneben ein Fahrzeug des Landeskriminalamtes. 
Vor der Ortschaft Kiefenholz: Links ist das Fahrzeug zu sehen, in dem die „sprengstoffverdächtigen Gegenstände" gefunden wurden, rechts daneben ein Fahrzeug des Landeskriminalamtes. 
Vor der Ortschaft Kiefenholz: Links ist das Fahrzeug zu sehen, in dem die „sprengstoffverdächtigen Gegenstände" gefunden wurden, rechts daneben ein Fahrzeug des Landeskriminalamtes. 
Zwei Personen sind laut Polizei vorläufig festgenommen worden.
Zwei Personen sind laut Polizei vorläufig festgenommen worden.
Zwei Personen sind laut Polizei vorläufig festgenommen worden.
Zwei Personen sind laut Polizei vorläufig festgenommen worden.
Zwei Personen sind laut Polizei vorläufig festgenommen worden.
Zwei Personen sind laut Polizei vorläufig festgenommen worden.
Zwei Personen sind laut Polizei vorläufig festgenommen worden.
Zwei Personen sind laut Polizei vorläufig festgenommen worden.
Zwei Personen sind laut Polizei vorläufig festgenommen worden.
In der Ortsdurchfahrt von Wörth an der Donau entstand gegen 4 Uhr nachts ein Verkehrschaos durch die A3-Sperrung.
In der Ortsdurchfahrt von Wörth an der Donau entstand gegen 4 Uhr nachts ein Verkehrschaos durch die A3-Sperrung.
In der Ortsdurchfahrt von Wörth an der Donau entstand gegen 4 Uhr nachts ein Verkehrschaos durch die A3-Sperrung.
In der Ortsdurchfahrt von Wörth an der Donau entstand gegen 4 Uhr nachts ein Verkehrschaos durch die A3-Sperrung.
In der Ortsdurchfahrt von Wörth an der Donau entstand gegen 4 Uhr nachts ein Verkehrschaos durch die A3-Sperrung.
In der Ortsdurchfahrt von Wörth an der Donau entstand gegen 4 Uhr nachts ein Verkehrschaos durch die A3-Sperrung.
Am Morgen staute sich der Verkehr auf der nahen Bundesstraße 8.
Am Morgen staute sich der Verkehr auf der nahen Bundesstraße 8.
Am Morgen staute sich der Verkehr auf der nahen Bundesstraße 8.

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