Aufruf
Diskussion um Parkstettener Scheißhaislweiher: Das Ergebnis ist eindeutig

Patrizia Burgmayer
Die Toilettenanlage an der Örtlichkeit, die offiziell nur „Weiher Nummer 14“ heißt.
Für viele heißt der „Weiher Nummer 14“ in Parkstetten einfach nur „Scheißhaislweiher“. Ein Leser hatte angeregt, die Wortwahl zu überdenken. „Hätte man dies nicht seit Jahren umändern sollen?“, fragte er. Wir haben daraufhin eine Umfrage gestartet, per Mail und in den sozialen Medien. Die Resonanz auf den Aufruf war immens.
Der landläufige Name für den Weiher Nummer 14 im Naherholungsgebiet Parkstetten-Steinach-Kirchroth ist insofern passend, als er auf ein besonderes Merkmal des Badegewässers hinweist: Es gibt dort eine Toilettenanlage - und das schon sehr lange. Diese und andere Vorzüge machen den Weiher zum beliebten Ausflugsziel für Familien.
Den Namen ändern? Das will bei der Umfrage auf Facebook tatsächlich kein Einziger. Das Ergebnis: 627 Menschen wollen, dass der Scheißhaislweiher der Scheißhaislweiher bleibt, finden eine Umbenennung nicht richtig. Niemand ist für eine Änderung des Begriffs „Scheißhaislweiher“. 187 Kommentare erhielt der Aufruf. Die Reaktionen reichen von „Der Name ist Kult“ über „Da müsste man ja vieles umbenennen“ bis zu „... man kann aber einfach auch mal so richtig locker bleiben und das als lustige Sache sehen.“ Nur ein Kommentator spricht sich für die Umbenennung aus: „Nicht schön, wenn man Freunde aus anderen Regionen zum Baden zu einem Besuch an einen Weiher mit solchem Namen einlädt, hat einen unangenehmen Beigeschmack und stundenlang zu erklären, warum er so heißt, ist müßig.“
Der Scheißhaislweiher hat es unterdessen auch in die Süddeutsche Zeitung geschafft. Ein Autor greift das Thema auf, über das unsere Mediengruppe berichtete. Sein Vorschlag: der Name „00-Weiher“. Das sei eine einschlägige Nummer mit Wiedererkennungswert. Sepp Obermaier, der Ehrenvorsitzende des Bundes Bairische Sprache (BBS) aus Konzell gilt als „Sprachpapst“ fürs Bairische. Die genannte Bezeichnung für den Badeweiher hält auch er für verbesserungswürdig, sagte er unserer Redaktion. Er hatte einen Vorschlag: „In Österreich und auch bei uns kann man sagen, man geht aufs Haisl (wenn man aufs Klo geht, Anm. d. Red.). Warum also nicht künftig vom Haislweiher reden?“ Ein Leser gibt ihm in einer Mail an die Redaktion recht.
Ein Einzelfall. Denn die meisten sind sich einig: Auch wenn man den Weiher umbenennen würde: „... des is und bleibt da Scheißhaislweiher“.












