KI-Update

Betrügende Früchte: Ein seltsamer KI-Trend flutet die sozialen Medien

Künstlich generierte Videos zeigen auf Social Media Früchte, die fremdgehen, streiten oder feiern – ein unterhaltsamer Trend, der aber Gefahren birgt.

Ein Hype, so kurios und gleichzeitig faszinierend: KI-generiertes Obst, das fremdgeht. Wer im Bild wohl die Affäre ist? Bild:

Ein Hype, so kurios und gleichzeitig faszinierend: KI-generiertes Obst, das fremdgeht. Wer im Bild wohl die Affäre ist? Bild:

Von Maximilian Schuirer

KI ist fest in unserem Alltag und den Online-Trends angekommen. Umso weniger wundert es also, dass nach den italienischen „Brainrot“-Kreaturen gerade die nächsten bizarren KI-Videos TikTok und Co. fluten.

Zahlreiche Nutzer erstellen zurzeit nämlich kurze Videos, in denen Früchte oder Gemüse einem einfachen Skript folgen, das oft die immer gleichen Themen behandelt: fremdgehende Partner, meist von der gleichen Obstsorte, die den Betrug durch die Geburt einer anders aussehenden Frucht bemerken. Aus genau so einem Video stammt auch das oft in diesem Zusammenhang benutzte Zitat „Das darf nicht mehr passieren“. Ebenso werden Diebstahl oder Rache als Inhalte in den Videos genutzt.

Besonders Versionen des Trends, angelehnt an bekannte Reality-TV-Serien wie „Fruit Love Island“ oder „Ich bin eine Frucht, holt mich hier raus!“, lassen viele Nutzer gespannt auf die nächsten Folgen warten. Teils haben diese Shows ganze Diskussionen und Theorien um Bananito, Zitrolita und Co. entfacht.

Der Trend erhält aber auch Kritik: Nahezu immer werden Früchte mit unrealistischen, menschlichen Schönheitsidealen gezeigt. Auch rassistische und sexistische Narrative sind fast Standard geworden. Die Seite jugendschutz.net warnt beispielsweise vor einer Normalisierung solcher Werte unter Jugendlichen. Inwiefern KI-Früchte Rollenbilder darstellen, darüber lässt sich streiten. Bis jetzt bleiben diese Kurzvideos also vor allem eins: unterhaltend, lustig und sehr eigenartig.

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