Bogen

Vier Perspektivspieler für den TSV Bogen


Bogens Trainer Andreas Wagner. (Foto: Fabian Roßmann)

Bogens Trainer Andreas Wagner. (Foto: Fabian Roßmann)

Von Redaktion idowa

Beim TSV Bogen sind die ersten Neuzugänge für die kommende Saison unter Dach und Fach. "Jugend forscht" lautet hierbei das Motto, denn bei den vier getätigten Transfers ist mit Robert Schinnerl von der SG Post Kagers Straubing gerade einmal ein Spieler über 20 Jahre alt.

Robert Schinnerl (22) von der SG Post Kagers Straubing

Dieser war in den vergangenen Spielzeiten bei der Kreisligatruppe von Gerry Huber als Kapitän und Abwehrchef eine unverzichtbare Säule und möchte nun den nächsten Schritt in seiner Karriere wagen. Beim TSV Bogen ist er zwar nicht auf seiner bisherigen Innenverteidigerposition eingeplant, trotzdem traut man dem sympathischen Straubinger den Sprung ins kalte Wasser "Bayernliga" zu und ist angetan über den regionalen Zugang. "Es ist sehr erfreulich, dass uns Robert im Gegensatz zu vielen anderen Spielern aus dem Straubinger Kreisliga- und Bezirkligabereich seine Zusage gegeben hat und die Eier in der Hose hat, es einmal höherklassig zu probieren. Er wird hier eine faire Chance erhalten", so Trainer Andreas Wagner.

Christian Sauerer (19) vom SSV Jahn II

Sicher nicht ins kalte Bayernligawasser geworfen wird Christian Sauerer. Der 19-jährige Abwehrspieler aus Sarching (Rosenhof) war in der abgelaufenen Saison bereits eine feste Größe in der U23 des SSV Jahn Regensburg. Trotzdem hat er sich zu einem Wechsel nach Bogen entschieden und folgt dort seinem Ex-Coach, bei dem er bereits zwei Jahre in der U19 kickte und dort als Kapitän eine feste Größe war.

"Chris kann aus beruflichen Gründen einfach nicht mehr saisonübergreifend vier Mal wöchentlich trainieren, wie bei der U23 üblich ist. Er konzentriert sich als Bankkaufmann beziehungsweise Bankberater zukünftig in erster Linie auf seinen Beruf und brach deshalb seine Zelte beim Jahn ab, weil er seine Profiambitionen ad acta gelegt hat. Nur deshalb und mit einigen Zugeständnissen bezüglich seiner Trainingsteilnahme gelang es uns, ihn beim TSV Bogen an Land zu ziehen", so der Bogener Trainer.

Mario Ulmer (19) aus der Jahn-Jugend

Ebenfalls aus der Jahnschmiede kommt Mario Ulmer. Der aus Schierling stammende, kleine und wieselflinke Offensivspieler hatte in der abgelaufenen Saison großes Verletzungspech. Nach optimalen Saisonstart und einem Doppelpack beim 2:0 Heimsieg gegen die Unterhachinger U19 plagte ihn bis Ende April eine hartnäckige Schambeinentzündung, so dass er in der abgelaufenen Saison praktisch nicht zum Einsatz kommen konnte.

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In Bogen will der sehr ehrgeizige Ulmer nun aber wieder voll angreifen und sich perspektivisch seine Einsatzzeiten erkämpfen. "Mario wird etwas Zeit brauchen, die geben wir ihm aber auch. Er spielt auf einer für uns sehr interessanten Position und wird sich aufgrund seiner tollen Einstellung zeitnah an sein altes Leistungsvermögen herankämpfen", ist sein ehemaliger Trainer Stonie Wagner überzeugt von ihm.

Patrick Fuchs (17) aus der Jahn-Jugend

In der kommenden Saison gar noch im Jugendbereich spielberechtigt wäre der vierte Neuzugang, Patrick Fuchs. Der erst 17-jährige gelernte Stürmer stammt aus der Nähe von Falkenstein und durchlief seine bisherige Jugendlaufbahn ebenfalls in der Domstadt. Sowohl Bogens Sportkoordinator Gregor Mrozek als damaliger U17-Trainer als auch Andreas Wagner in der U19 konnten sich damals ein Bild von den Qualitäten des kleinen, technisch äußerst versierten und charakterlich äußerst feinen Jungspunds machen.

Dieser hat sich nach dem ersten A-Jugendjahr nun entschieden, bereits frühzeitig in den Herrenbereich zu wechseln und folgte dem Lockruf seiner ehemaligen Trainer "Natürlich wird sich Patrick erst an die härtere Gangart im Herrenbereich gewöhnen müssen. Aber sein Vorteil könnte sein, dass zwischen der Landesliga und der Bayernliga weniger in der körperlichen Komponente ein Unterschied besteht, sondern in der fußballerischen. Und das kommt ihm sicherlich zugute."

Bogen setzt auf die Jugend

Mit den getätigten Transfers setzt der TSV Bogen seinen Trend nahtlos fort und setzt stärker denn je auf die Jugend. Mit immerhin 17 Feldspielern und zwei Torhütern haben die Rautenstädter schon mal ein gewisses Grundgerüst für die anstehende Saison. Trotzdem ist man in Bogen natürlich nicht naiv und weiß, dass man eine harte Bayernligaspielzeit nicht ausschließlich mit jungen Kickern erfolgreich bestreiten kann. "Drei gestandene und etwas erfahrenere Akteure würden uns sicher noch gut zu Gesicht stehen. Aber solche Spieler fallen halt auch nicht vom Himmel und müssen für uns finanzierbar sein", so Bogens Coach abschließend.