Straubing/Augsburg

Team der Stunde: Markus Weinzierl will mit dem FCA auch die Bayern ärgern


Markus Weinzierl steht mit seinem FC Augsburg aktuell auf Platz drei der Bundesliga. (Foto: firo/Augenklick)

Markus Weinzierl steht mit seinem FC Augsburg aktuell auf Platz drei der Bundesliga. (Foto: firo/Augenklick)

Von Fabian Roßmann und Redaktion idowa

Der FC Augsburg ist zweifelsfrei das Überraschungsteam der Bundesliga. Nach zuletzt vier Siegen in Folge hat sich der Underdog aus Schwaben bis auf den dritten Platz der Liga vorgekämpft und erwartet nun am Samstag (15.30 Uhr) Tabellenführer FC Bayern zum Spitzenspiel. "Das ist für uns mit keinem anderen Wort als sensationell zu beschreiben", sagt Trainer Markus Weinzierl im Interview mit unserer Zeitung. "Es ist die Konstellation: Ganz Kleiner gegen ganz Großen", schätzt der Straubinger die Situation realistisch ein, sagt aber auch: "Wir können versprechen, dass wir alles geben werden und die Punkte nicht herschenken."

Markus Weinzierl und der FC Augsburg - es ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Nachdem er im Sommer 2012 mit dem SSV Jahn Regensburg den sensationellen Aufstieg in die Zweite Bundesliga geschafft hat, verabschiedete sich Weinzierl in Richtung Augsburg. Doch beim FCA lief es anfangs alles andere als rund. Lediglich neun Zähler hatten die Fuggerstädter nach der Vorrunde auf ihrem Konto. Während bei den meisten anderen Vereinen spätestens da der Trainer hätte gehen müssen, vertraute der neue Manager Stefan Reuter auf die Qualitäten Weinzierls. Und es sollte sich als absolute Glücksentscheidung herausstellen.

Mit dem zweitniedrigsten Etat auf Platz drei

Denn der FCA schaffte den kaum noch für möglich gehaltenen Klassenerhalt. Und die darauffolgende Saison beendete man auf Platz acht. Jetzt steht man auf Platz drei und ist in aller Munde. Augsburg zeigt: auch mit geringem Etat - nur Aufsteiger Paderborn hat weniger Geld zur Verfügung - lässt sich durch gute Arbeit viel erreichen. Der Erfolgsfaktor für Weinzierl: "Es ist eine kontinuierliche Entwicklung, jeder einzelne Spieler hat sich gesteigert. Die Mannschaft funktioniert, man spürt ein großes gegenseitiges Vertrauen untereinander. Keiner schert aus, keiner hat Starallüren, jeder kämpft für den Erfolg und hat Spaß an der Arbeit."

Wer nach 14 Spieltagen auf Platz drei steht, muss sich zwangsläufig mit Fragen zum internationalen Geschäft auseinandersetzen. Ob die Spieler die Worte Europa League oder gar Champions League in den Mund nehmen dürften? "Dürfen sie, aber es macht keiner. Denn jeder weiß, dass am 14. Spieltag die Saison noch nicht vorbei ist und dass wir Spiel für Spiel ans Limit gehen müssen, um zu gewinnen. Wo wir damit am Ende der Saison stehen werden, ist momentan noch nicht das Thema", sagt Weinzierl.

Mit dem Erfolg werden natürlich auch die Protagonisten immer interessanter für die Konkurrenz. Die besten Spieler muss der FCA Jahr für Jahr ziehen lassen und kompensieren. Das Erfolgsduo Weinzierl/Reuter konnte bislang gehalten werden. Weinzierls Vertrag läuft noch bis 2017 - ohne Ausstiegsklausel. Und der 39-Jährige verschwendet aktuell auch keine Gedanken an andere Clubs: "Diese Frage stellt sich nicht. Fakt ist: Mein Vertrag läuft bis 2017. Und die Aufgabe in Augsburg macht mir großen Spaß. Der Auftrag ist ja längst noch nicht erfüllt. Wir wollen den FCA zu einem etablierten Bundesligaverein machen und uns Jahr für Jahr weiterentwickeln."

Das gesamte Interview mit Markus Weinzierl lesen Sie am Freitag, den 12. Dezember, in Ihrer Heimatzeitung.