Eishockey

Straubing Tigers kassieren 1:7-Packung in München


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Nach einer frühen Führung gingen die Straubing Tigers bei den Red Bulls mit 1:7 unter.

Teil eins des Hammer-Wochenendes hatten die Straubing Tigers am Freitag erfolgreich gemeistert. Mit 8:4 gewannen sie gegen den Tabellen-Zweiten der Deutschen Eishockey Liga (DEL) Nürnberg. Am Sonntag stand bei Meister und Tabellenführer Red Bull München die nächste Herausforderung an. Und dieses Mal konnten die Tigers nicht mithalten, unterlagen am Ende sehr deutlich mit 1:7. Der Vorsprung auf den Tabellen-Elften Düsseldorfer EG, die gegen die Grizzlys Wolfsburg gewonnen haben, beträgt nun neun Punkte.

Neben Goalie Matt Climie mussten die Tigers auch auf Toptorjäger Jeremy Williams verzichten, der sich gegen Nürnberg vermutlich am Knie verletzt hatte. Dafür rückte Steven Zalewski als Center zu Mike Connolly und Derek Whitmore. Youngster Stefan Loibl kehrte ins Aufgebot zurück und erzielte auch den einzigen Straubinger Treffer.

Der Start in die Partie gelang den Straubing Tigers. In ihrer ersten Überzahl gingen sie gleich in Führung, allerdings wohl anders als geplant. Denn nachdem München sogar mit einem Mann weniger gefährlicher war, schickte Larry Mitchell am Ende des Powerplays seine vierte Reihe aufs Eis. Youngster Stefan Loibl kam an den Puck und hatte plötzlich sehr viel freie Eisfläche vor sich. Also konterte er im Alleingang und schloss durch die Beine von Münchens Goalie Danny Aus den Birken zum 1:0 für die Tigers ab.

In 19 Sekunden das Spiel gedreht

Doch es blieb nicht lange bei der Führung. Innerhalb von nur 19 Sekunden hatten die Bullen das Spiel komplett gedreht (6./7.). Zunächst fälschte Yannick Seidenberg einen Schuss von Florian Kettemer unhaltbar ins Straubinger Tor ab. Kurz darauf sah Richard Regehr Seidenberg völlig frei im Slot stehen und der Angreifer schlug zum zweiten Mal zu. München dominierte das Geschehen auf dem Eis in der Folge weiter und führte somit zur ersten Pause verdient.

Zu Beginn des Mittelabschnitts schlugen die Gastgeber nach nur 29 Sekunden erneut zu. Daryl Boyle zog nahe der Bande einfach mal ab und die Scheibe schlug ein. Dimitri Pätzold wurde zwar die Sicht etwas verdeckt, dennoch schien der Schuss nicht unhaltbar gewesen zu sein. Nach einiger Zeit fanden dann aber auch die Tigers besser in die Partie und erarbeiteten sich die eine oder andere Möglichkeit. Die größte hatte Scott Timmins, als er in der 32. Minute alleine auf Aus den Birken zulief, aber nur die Latte traf. Spielbestimmend war weiter München, Straubing suchte seine Chancen vor allem in Kontermöglichkeiten. Tore fielen bis zur zweiten Pause allerdings nicht mehr.

Der Schlussabschnitt begann mit einer sehr guten Chance für Straubings Derek Whitmore (42.). Kurz darauf gab es einen Fight zwischen Tigers-Verteidiger Mike Cornell und - nicht sonderlich überraschend - Münchens Steven Pinizzotto. Der Red Bull-Angreifer gewann den Faustkampf und verletzte dabei Cornell sogar, der anschließend in die Kabine musste. Auch sportlich setzte München das nächste Ausrufezeichen. In der 45. Minute sorgten sie für die Vorentscheidung. Nach einem Doppelpass mit Frank Mauer machte Jason Jaffray das 4:1. Im Powerplay legte mit einem Schuss in den Winkel Derek Joslin das 5:1 für München nach (48.).

Nun hatten die Roten Bullen Spaß gefunden am Toreschießen. Nach einem Bullygewinn im eigenen Drittel kombinierten sie sich schnell durch und am Ende netzte Darly Boyle ein, der erst kurz zuvor einen Puck ins Gesicht bekommen hatte und zwischenzeitlich behandelt werden musste (48.). Und weil die Münchner noch nicht genug hatten, legte Konrad Abeltshauser in der 53. Minute noch das siebte Tor nach. Anschließend verließ Dimitri Pätzold das Eis und Daniel Filimonow machte sein zweites DEL-Spiel. Es blieb beim deutlichen 1:7 aus Straubinger Sicht.

Tore: 0:1 (4:00) Loibl (PP1), 1:1 (5:56) Seidenberg (Kettemer, Regehr), 2:1 (6:15) Seidenberg (Regehr, Pinizzotto), 3:1 (20:29) Boyle (Aucoin, Macek), 4:1 (44:32) Jaffray (Mauer), 5:1 (47:07) Joslin (Quint, PP1), 6:1 (47:31) Boyle (Flaake), 7:1 (52:38) Abeltshauser

EHC Red Bull München: Aus den Birken - Kettemer, Boyle; Abeltshauser, Regehr; Joslin, Quint; Smaby - Christensen, Aucoin, Macek; Jaffray, Matsumoto, Wolf; Wörle, Kahun, Mauer; Flaake, Seidenberg, Pinizzotto

Straubing Tigers: Pätzold (ab 52:38 Filimonow) - Yeo, Edwards; Sullivan, Bettauer; Jobke, Cornell; Renner - Hedden, Brandl, Mitchell; Schönberger, Timmins, Röthke; Connolly, Zalewski, Whitmore; Miller, Loibl, Oblinger