Regensburg

Gegen Kreuz-Pflicht: Studenten starten Petition


Vor allem aus den Reihen der Studenten der Universität Regensburg regt sich massiver Widerstand gegen den Kabinettsbeschluss um Kreuze in öffentlichen Gebäuden.

Vor allem aus den Reihen der Studenten der Universität Regensburg regt sich massiver Widerstand gegen den Kabinettsbeschluss um Kreuze in öffentlichen Gebäuden.

Von Redaktion idowa

Die Regensburger Studentenvertreter machen Ernst im Kampf gegen die sogenannte "Kreuz-Pflicht" in Behörden und öffentlichen Gebäuden des Freistaats. Mit einer Online-Petition fordern sie die Zurücknahme des Kabinettsbeschlusses. Stand jetzt (Montagnachmittag, 17 Uhr) haben fast 50.000 Unterstützer die Petition unterschrieben.

Mit so viel Resonanz dürfte der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder wohl nicht gerechnet haben auf seinen Kabinettsbeschluss, in Gebäuden des Freistaats Kreuze aufhängen zu lassen. Wohl auch nicht, dass sie derart negativ ausfällt. Allen voran an den Universitäten trifft die Kreuz-Kampagne auf heftigen Widerstand: für die Studierendenvertreter um Tarek Carls, den studentischen Sprecher an der Uni Regensburg, verletzt ein Kreuz im Foyer die weltanschauliche Neutralität der Universität als Bildungseinrichtung.

"Bayern ist ein modernes und weltoffenes Land, welches staatliche und religiöse Anliegen strikt trennen sollte. Die Glaubens- und Gewissensfreiheit genießt in Deutschland verfassungsrechtlichen Schutz. Wir müssen klarstellen, dass die Universität ein säkularer, weltoffener Raum für alle Religionen ist. Das kann vielfältig geäußert werden. Durch Demonstrationen - oder auch einfach durch zivilen Ungehorsam - weil wir die Dinger einfach nicht aufhängen werden." schreibt Carls im Begleittext zur Petition.

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge unterstützen Vertreter der FDP die Petition Kein #Kreuzzwang in öffentlichen Institutionen. Stand jetzt (Montagnachmittag, 17 Uhr) haben knapp 50.000 Menschen sich in die virtuelle Unterschriftenliste eingetragen.