Volleyball

Celin Stöhr: "Bin gekommen, um Bundesliga zu spielen"


Mittelblockerin Celin Stöhr will mit NawaRo Straubing in die erste Liga aufsteigen.

Mittelblockerin Celin Stöhr will mit NawaRo Straubing in die erste Liga aufsteigen.

Von Bastian Häns

NawaRo Straubing hat das Spitzenspiel der 2. Bundesliga mit 2:3 (27:25, 22:25, 25:19, 22:15, 6:15) gegen VV Grimma verloren. Im Interview spricht Mittelblockerin Celin Stöhr über das Spiel, ihre neue Heimat Straubing und die anstehenden Aufgaben gegen Potsdam und ihr Ex-Team Vilsbiburg.

Hallo Frau Stöhr, Ihr Fazit zum Spiel?
Celin Stöhr: Es war ein sehr schwieriges, langes Spiel. In unserem ersten Samstagsspiel war die Stimmung richtig gut. Die Fans haben uns richtig gepusht, aber im letzten Satz waren wir in der Annahme nicht mehr so konstant und konnten das Spiel so leider nicht für uns entscheiden.

Betrachtet man die ersten Saisonspiele, was klappt bei Ihrem Team schon gut, wo muss es noch besser werden?
Stöhr: Individuell verfügen wir über viel Qualität und auch als Team kämpfen wir zusammen. Wir müssen einfach von Anfang an die Punkte machen und konstant bis zum Ende spielen.

In der Vorbereitung waren Sie verletzt. Wie gut ist die Verletzung verheilt und sind Sie schon bei Ihren 100 Prozent?
Stöhr: Gegen Grimma war es das erste Spiel, das ich von Anfang an gespielt und auch durchgespielt habe. Im Training mache ich schon alles mit. Ab und zu habe ich schon noch Schmerzen, aber es geht und ich beiße mich da durch.

Im Verein wird offensiv über das längerfristige Ziel Aufstieg in die erste Liga gesprochen. Wie sehen da Ihre persönlichen Ziele aus?
Stöhr: Deswegen bin ich hierher gekommen. Ich will auf jeden Fall in die erste Liga aufsteigen, das ist unser Ziel und das schaffen wir auch. Mit unseren Fans im Rücken ist alles möglich.

Am nächsten Wochenende geht es gegen den SC Potsdam. Wie schätzt du das Spiel und den Gegner ein?
Stöhr: Wir sind nicht in der Favortenrolle. Potsdam hat noch viele Spielerinnen von letztem Jahr und zudem noch starke Spielerinnen eingekauft. Trotzdem spielen wir zu Hause und haben die Fans hinter uns. Wenn jeder von uns einen guten Tag hat, werden wir mithalten können. Natürlich ist es unser Ziel das Spiel zu gewinnen. Es geht um Alles oder nichts. Wir werden alles geben und glauben an uns. So können wir auch Potsdam schlagen.

Das nächste Saisonspiel ist gegen Ihren ehemaligen Verein aus Vilsbiburg. Gegen deren zweite Mannschaft gilt es, diese Aufstiegsambitionen zu untermauern. Was für ein Spiel erwarten Sie?
Stöhr: Wir haben schon in der Vorbereitung gegen Vilsbiburg gespielt, allerdings war ich da noch verletzt. Daher weiß ich auch nicht, wie stark sie sind. Ich weiß, dass Liana Mesa Luaces, mit der ich früher dort in der ersten Liga gespielt habe, dort spielt. Sie sind auf jeden Fall stärker als vergangenes Jahr, aber wenn wir so spielen wie gegen Grimma sollten wir dennoch gewinnen.

In Ihrer Zeit in Vilsbiburg haben sie einiges miterlebt. Auch einige Highlights wie den Pokalgewinn konnten Sie dort feiern. Wird es für Sie daher ein besonderes Spiel?
Stöhr: Alle Blicke richten sich jetzt auf Vilsbiburg. Ich habe drei Jahre dort gespielt und habe auch noch einige Bekannte dort. Es wird hoffentlich ein gutes Spiel.

Mit welchem Gefühl gehen Sie in das Spiel?
Stöhr: Ich denke, vor dem Spiel bin ich eigentlich noch ganz cool. Ab dem Beginn dann aber voll fokussiert. Am liebsten will ich dann alle Punkte machen.

Im jungen Team von NawaRo werden Sie als eine der Führungsspielerinnen gehandelt. Wie gehen Sie mit dieser Rolle um und wie wollen Sie mit Ihrer Erfahrung auch den jungen Spielerinnen helfen?
Stöhr: Ich bin es gewohnt, Führungsspielerin zu sein. In den vergangenen Jahren war ich auch immer Kapitänin. Ich versuche, viele Emotionen reinzubringen, sowohl im Training als auch in den Spielen. Damit kann ich den Spielerinnen viel helfen, vor allem Laura (Müller, Anm. d. Red.) auf meiner Mittelblocker-Position. Es ist schön, dass die Jungen von uns lernen.

Welchen Einfluss hat Coach Bene Frank auf die momentanen Leistungen? Ist er der richtige Trainer für das Projekt 1. Liga?
Stöhr: Er motiviert uns auf jeden Fall. Er variiert sehr gut im Training und wir trainieren immer unterschiedlich. Wir machen auch viel Spezielles und er ist immer für uns da. Sowohl sportlich, als auch privat. Das hilft uns Spielerinnen enorm.

Sie sind jetzt die erste Saison in Straubing. Wie ist Ihr Eindruck von NawaRo und der Stadt?
Stöhr: Von den letzten Spielen war ich ein wenig enttäuscht. Wir haben immer Sonntags gespielt und daher waren nicht allzu viele Zuschauer in der Volleyballarena. Gegen Grimma war ich aber sehr positiv überrascht, dass so viele Fans gekommen sind. Die Stadt Straubing ist super schön und genau richtig. Für mich ist Straubing besser als Berlin, das war mir zu groß und besser als Vilsbiburg, die Stadt war mir zu klein.