Straubing Seehofer nach Rundgang durch Rathaus: "Es blutet einem das Herz"

Horst Seehofer besichtigte am Freitag das ausgebrannte Rathaus in Straubing. Foto: Armin Weigel, dpa

Ministerpräsident Horst Seehofer war am Freitag in Straubing – ein Besuch des Rathauses, ein kommunalpolitisches Gespräch sowie ein Redaktionsbesuch beim Straubinger Tagblatt standen auf dem Programm.

Zu Beginn seines Besuches kam Ministerpräsident Horst Seehofer um 11 Uhr zu einem Redaktionsgespräch in die Räume des Straubinger Tagblatts am Ludwigsplatz. In dem Gespräch ging es um praktisch alles, was momentan ganz oben auf der politischen Agenda der CSU steht: von der  Flüchtlingsobergrenze und dem Versöhnungsgipfel mit der CDU über die SPD-Umfragewerte und mögliche Koalitionen nach der Bundestagswahl bis zu Donald Trump. Außerdem werde die CSU beim politischen Aschermittwoch "neue Wege gehen und den Ablauf modernisieren", sagte Seehofer bei seinem Besuch der Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung. So werde es beispielsweise inhaltliche Neuerungen geben. Seehofer wolle nicht mehr alle politischen Themen behandeln, „in der dann unvermeidbaren Oberflächlichkeit“, sondern sich womöglich auf drei große Schwerpunkte konzentrieren".

 

Am Nachmittag machte sich Horst Seehofer ein Bild vom Zustand des historischen Rathauses und traf sich zu einem komunalpolitischen Gespräch mit dem Straubinger Oberbürgermeister Markus Pannermayr.

Seehofer zeigte sich nach dem Rundgang schockiert über das Ausmaß der Schäden. "Es blutet einem das Herz. Es ist halt ein ganz besonderes Rathaus." Gleichzeitig sei es beachtlich, wie zuversichtlich der Oberbürgermeister und die Bevölkerung in die Zukunft blickten. Straubings Oberbürgermeister Markus Pannermayr (CSU) hatte bereits wenige Tage nach dem Brand gesagt, er wolle das Rathaus wieder aufbauen lassen.

Der Ministerpräsident hat "kräftige Hilfe" zugesagt. "Wegen der Einzigartigkeit des Gebäudes werden wir die Stadt unterstützen", betonte Seehofer am Freitag nach einem Rundgang durch das größtenteils zerstörte Rathaus. Eine konkrete Summe nannte er nicht. "Es wird aber kein Trostpflaster sein. Es wird sicher in den Millionenbereich gehen."

Die Ursache des Großbrandes ist nach wie vor ungeklärt. "Der anfängliche Verdacht, Bauarbeiter hätten das Feuer ausgelöst, hat sich weder erhärtet noch wurde er entkräftet", erläuterte Pannermayr. Die Ermittler hatten bislang nur eine Brandstiftung ausgeschlossen.

 

1 Kommentar

Kommentieren

null

loading