Patienten kommunaler Kliniken in Bayern müssen am Mittwoch mit Einschränkungen rechnen. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat zu einem bundesweiten Streik aufgerufen, an dem sich auch bayerische Ärzte beteiligen sollen.

In Niederbayern und der Oberpfalz beteiligen sich laut einer Sprecherin des Marburger Bundes unter anderem Krankenhäuser in Regensburg, Amberg, Landshut und Mainkofen, zudem fünf Mediziner der Lakumed-Kliniken in Landshut, Vilsbiburg und Rottenburg. Wie viele ostbayerischen Kliniken genau von den Streiks betroffen sind, konnte sie allerdings nicht sagen. Auch zur Dauer der Streiks konnte sie keine nähere Angabe machen. Private und kirchliche Krankenhäuser sowie die Unikliniken sollen aber nicht bestreikt werden. In allen anderen Einrichtungen sei mindestens eine Notfallversorgung sichergestellt.

Der Marburger Bund hatte die Tarifgespräche für 55.000 Ärzte in den mehr als 500 kommunalen Kliniken Mitte März für gescheitert erklärt. Der Verband fordert fünf Prozent mehr Geld und Begrenzungen von Bereitschaftsdiensten, unter anderem durch mindestens zwei freie Wochenenden im Monat. In Bayern sind etwa 20.000 Ärzte Mitglieder des Marburger Bunds.