Landshut Cannabis als Medizin: „Das hat nichts mit Kiffer-Highs zu tun“

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THC und CBD sind die beiden wirkmächtigsten Cannabinoide. Praktiker gehen von weiteren medizinisch wertvollen Stoffen in der Pflanze aus, die bislang jedoch noch nicht erforscht seien. (Foto: Bernd Wüstneck/dpa)

Seit einem schweren Unfall wird Magnus F. mit THC behandelt. Die Besserung ist erstaunlich. Nun will der junge Landshuter eine eigene Selbsthilfegruppe gründen. Es ist die erste dieser Art in Bayern.

Im August berichtete die LZ über einen jungen Landshuter mit Schädel-Hirn-Trauma und seine erfolgreiche THC-Behandlung unter ärztlicher Aufsicht. Die behandelnden Ärzte am Zentrum für Schmerztherapie in Vilsbiburg bescheinigten Magnus F. (Name von der Redaktion geändert) eine „erstaunliche Entwicklung“. Nun will F. andere Schmerzpatienten an dieser Entwicklung teilhaben lassen. An der Diakonie Landshut gibt es ab 1. Februar eine „Selbsthilfegruppe Schmerz, Schwerpunkt medizinische Cannabis-Behandlung“. Es ist bayernweit die erste Gruppe zu diesem Thema.

Die Idee zur Selbsthilfegruppe kam Magnus F., als er feststellen musste, dass er bei Ärzten in der Stadt mit dem Thema Cannabis-Behandlung nicht durchdringen konnte: „Es gibt hier keine Ärzte, die sich für diese Therapieform interessieren.“ Daraufhin sei er auf die Diakonie zugegangen. Und konnte Kornelia Thomanek-Kotios von der Selbsthilfe-Kontaktstelle der Diakonie Landshut von seinem Anliegen überzeugen: „Für uns ist es wichtig, dass es bei dieser Gruppe ausschließlich um den gesundheitlichen Aspekt der Therapieform geht. Und dieses Anliegen ist durch Herrn F. gesichert, der nicht nur sehr engagiert, sondern auch sehr gut informiert ist.“

Lesen Sie hier auch den ersten Artikel: Nach schwerem Unfall: Junger Landshuter wird mit THC behandelt - die Besserung ist erstaunlich

Seit Februar 2015 ist Magnus F. im Besitz einer THC-Einzelerlaubnis der Bundesopiumstelle. „Ich sehe meine Aufgabe darin, eine Informationslücke zu füllen. Das Potenzial der Pflanze ist einfach noch nicht bekannt genug. THC dockt ans körpereigene Endocannabinoid-System an. Das hat nichts mit Kiffer-Highs zu tun. Es geht um Pflanzenstoffe, die nicht high machen, sondern Patienten helfen.“ F. spricht damit einen Punkt an, zu dem sich auch ein Arzt des Zentrums für Schmerztherapie gegenüber der LZ geäußert hatte. Er deutete an, dass das Potenzial von Cannabis als Medikament über seine beiden wirkungsvollsten Cannabinoide Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) hinausgehe: „Es scheint in den Blüten noch weitere Wirkstoffe zu geben, die noch nicht ausreichend erforscht sind.“ Auf die Frage, warum dem so sei, antwortete der Arzt: „Da müssen Sie bei Pharmaindustrie und Politik nachfragen.“

Den vollständigen Artikel lesen Sie am Dienstag, 19. Januar, in der Landshuter Zeitung.

  1. Autor

    Uli Karg
  2. Datum

    19.01.2016 09:26 Uhr
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Kommentare

Also, seit nun über drei Jahren, nach etlichen und z.T.extremen Medikamnenten, wird mein Rheuma mit Dronabinol ( Cannabisprärarat) behandelt. Ärztlich verordnet und von der privaten Krankenkasse größtenteils bezahlt. Sicher, eine Heilung ist auch damit nicht möglich, aber die Schmerzen und die damit verbundenen seelischen Belastungen sind um vieles erträglicher geworden. Es wird allerhöchste Zeit die Pflanze in einem anderen Licht zu sehen und die Konsumenten, soweit med. begründet, aus der Schmuddelecke heraus zu holen!!!

"Es wird allerhöchste Zeit die Pflanze in einem anderen Licht zu sehen und die Konsumenten, soweit med. begründet, aus der Schmuddelecke heraus zu holen!!!" Selbst bei nicht medizinischer Anwendung sehe ich überhaupt keinen Grund Menschen zu kriminalisieren oder gar im schlimmsten Fall der Freiheit zu berauben! Bei Missbrauch sollte Hilfe angeboten werden und nicht Strafverfolgung/Freiheitsentzug! Substanzkonsum und Besitz haben nicht im Ansatz die Natur einer Straftat auch wenn es per Gesetz anders gehandhabt wird, ändert es nichts am moralischen Aspekt in diesem Kontext!

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