Paralympics

Bayerische Sportler holen Medaillen im Zeitfahren


Paralympics: Para-Radsport, Männer, Zeitfahren, Fuji International Speedway. Steffen Warias (Deutschland, r) zeigt seine Silbermedaille neben Matthias Schindler (Deutschland,l), der seine Bronzemedaille zeigt.

Paralympics: Para-Radsport, Männer, Zeitfahren, Fuji International Speedway. Steffen Warias (Deutschland, r) zeigt seine Silbermedaille neben Matthias Schindler (Deutschland,l), der seine Bronzemedaille zeigt.

Von mit Material der dpa

Die beiden Münchner Steffen Warias und Matthias Schindler haben bei den Paralympics in Tokio zwei weitere Rad-Medaillen für Deutschland gewonnen. Im Zeitfahren der Klasse C3 wurde Warias am Dienstag Zweiter hinter dem Briten Benjamin Watson und holte Silber. Schindler belegte Rang drei und durfte auf der ehemaligen Formel-1-Strecke am Fuße des Fuji über Bronze jubeln.

Für den 36 Jahre alten Warias, der zwei Klumpfüße hat, war es die dritte Paralympics-Medaille, nach Gold 2016 und Silber 2012 jeweils im Straßenrennen nun die erste im Zeitfahren. "Ich war megamäßig vorbereitet und habe aufs Zeitfahren ein bisschen geschielt, weil ich hier meine Stärken am Berg ausspielen konnte", sagte Warias: "Mein Mindestziel für die Spiele war eine Medaille. Die habe ich jetzt, deshalb ist der Druck vor dem Straßenrennen weg."

Für den drei Jahre älteren Polizisten und gebürtigen Regensburger Schindler, der inkomplett querschnittsgelähmt ist, war es der erste Start überhaupt in einem Paralympics-Rennen. "Erste Spiele, erstes Rennen, erste Medaille - ich bin einfach glücklich", sagte er: "Ich habe nie den Traum gehabt, eine paralympische Medaille zu gewinnen. Es gibt Wichtigeres im Leben. Aber dass ich die Medaille mitnehme, ist ein riesiges Geschenk."