80 Proben pro Tag

TUM Campus Straubing unterstützt Klinikum mit Labortests


Lena Würstl, biologisch-technische Assistentin am Lehrstuhl für Chemie Biogener Rohstoffe, bei der Probenextraktion.

Lena Würstl, biologisch-technische Assistentin am Lehrstuhl für Chemie Biogener Rohstoffe, bei der Probenextraktion.

Von Redaktion idowa

Straubing kann bei den Corona-Testkapazitäten auf die Unterstützung des TUM Campus zählen.

In den Laboren am Campus wurde am Dienstag mit der Analyse von Proben auf das Corona-Virus begonnen. Zunächst werden die Mitarbeiter 80 Proben pro Tag testen. Es ist damit zu rechnen, dass durch Optimierung der Prozesse die Anzahl an Auswertungen in Kürze deutlich erhöht werden kann.

Der Campus ist hier Partner des Klinikums St. Elisabeth in Straubing, das die Abstriche an ihren Patienten und Mitarbeitern vornimmt und die inaktivierten und damit nicht mehr infektiösen Proben an den Campus übermittelt. Bisher werden diese Proben nach Regensburg und Passau gebracht, weil es in Straubing keine entsprechenden Laborkapazitäten gibt. Mit der Analyse vor Ort - Campus und Klinikum trennen nur etwa 300 Meter - entfallen zeitaufwendige Logistik für den Transport der Proben und die Ergebnisse liegen bereits nach einigen Stunden vor.

Das Aufsetzen des Analyseprozesses nahm gut zwei Wochen in Anspruch. "Das Hauptproblem bestand darin, alle notwendigen Reagenzien zu bekommen, da der Bedarf weltweit zu schnell gestiegen ist," sagt der Leiter des Analyseteams, Dr. Josef Sperl, Mitarbeiter am Lehrstuhl für Chemie Biogener Rohstoffe von Lehrstuhlinhaber und Rektor Prof. Volker Sieber. "Unser Labor steht mit Virologen und Analyseexperten in der ganzen Welt in Kontakt, denn die Herausforderungen sind überall ähnlich und gegenseitiger Austausch hilft allen", sagt Dr. Sperl.