Straubinger Tagblatt

Beleuchtetes Fahrrad löst Großeinsatz aus - Helfer suchen zunächst nach Eingebrochenem


Ein Feuerwehrmann, gesichert durch die Seile der Kameraden, tastete sich vorsichtig auf einer Leiter an das Fahrrad heran. (Foto: ih)

Ein Feuerwehrmann, gesichert durch die Seile der Kameraden, tastete sich vorsichtig auf einer Leiter an das Fahrrad heran. (Foto: ih)

Von Redaktion idowa

Straubing-Bogen. (ih) Ein Fahrrad, das mit brennendem Vorderlicht auf einer Eisplatte im Rainer Dorfweiher lag, hat am Freitagabend zu einem größeren Einsatz von Polizei, Feuerwehren, Wasserwacht und BRK geführt. Zunächst stand die Befürchtung im Raum, jemand sei in den Weiher eingebrochen. Um Leben zu retten, stiegen Taucher bei zweistelligen Minusgraden ins eisige Wasser. Doch am Ende stellte sich alles ganz anders heraus: Das Fahrrad war vor einer Gaststätte gestohlen worden und der Dieb hatte offenbar versucht, sich des Drahtesels im Weiher zu entledigen.

Ganz schön spektakulär war am Freitagabend der Dorfweiher in Rain, der sogenannte Praschweiher, beleuchtet: Einsatzfahrzeuge mit ihren Warnblicklichtern, den großen Leuchtmitteln auf den Feuerwehrfahrzeugen, der große Powermoon-Leuchtschirm und diverse Taschenlampen weckten des Interesse von Passanten an der angrenzenden Bundesstraße 8.

Die Feuerwehren Rain und Straubing sowie die Wasserwacht Parkstetten, das BRK und die Polizeiinspektion Straubing waren durch die Integrierte Leitstelle (ILS) um 20.08 Uhr alarmiert worden: Verdacht, dass eine Person in das Eis des Weihers eingebrochen ist. Ein Passant hatte korrekterweise die Alarmierung veranlasst, nachdem er ein Fahrrad auf dem Weiher mit eingeschaltetem Akku-Licht entdeckt hatte und genau nebenan die offene Einflussstelle des Wasser in dem ansonsten gefrorenen Weiher war. Alles sah nach einem Unglück aus. Die Feuerwehren leuchteten die Einsatzstelle aus und bargen das Fahrrad. Dabei stand die Sicherung des Feuerwehrmannes, der sich auch einer übers Eis gelegten Leiter vorsichtig zum Fahrrad vortastete, im Vordergrund.

Die eingesetzte Wärmebildkamera gab keine Hinweise auf eine "vermisste Person unter Eis". Als die Taucher der Wasserwacht Parkstetten kamen, suchten sie in ihren Neoprenanzügen die offene Wasserstelle ab, zerschlugen teilweise das Eis und tauchten schließlich unter die Eisdecke. "Ganz schön mutig bei minus 15 Grad Aussentemperatur, sich in das kalte Wasser und unter die Eisdecke zu schmeißen" bewunderten die Zuschauer die jungen Damen und Herren der Tauchergruppe.