Festnahme in Regensburg

Autoknacker sitzen in Untersuchungshaft


Insgesamt 13 Autos sollen die zwei Tatverdächtigen in Regensburg aufgebrochen haben.

Insgesamt 13 Autos sollen die zwei Tatverdächtigen in Regensburg aufgebrochen haben.

Von Redaktion idowa

Anfang des Jahres versetzte eine Serie von Autoaufbrüchen die Regensburger in Sorge. Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg konnte nun zwei Tatverdächtige, einen Mann und eine Frau, festnehmen. Die beiden befinden sich mittlerweile in Untersuchungshaft.

13 Autoaufbrüche, neun Diebstähle aus unversperrten Fahrzeugen, 23 Mal Betrug und drei Verstöße nach dem Betäubungsmittelgesetz - das ist die Liste der Vorwürfe gegen die beiden nach Ermittlungen bei der Kripo Regensburg.

Die Polizei geht davon aus, dass die nun Festgenommenen im März die 13 Autos aufgebrochen und insbesondere Zahlungskarten und Fahrzeugpapiere geklaut haben. Mit der Beute sollen die Verdächtigen Einkäufe oder Abhebungen getätigt haben. Zudem täuschten sie die Identität der Geschädigten vor.

Wie das Polizeipräsidium Oberpfalz bereits Anfang April mitteilte, wurden drei Personen, darunter ein 30-Jähriger aus dem Landkreis Regensburg und eine 24-Jährige aus dem Stadtgebiet am 30. März festgenommen. Bei einer Wohnungsdurchsuchung fanden die Beamten zahlreiche Beweise, wie beispielsweise Zahlungskarten.

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen soll der Beutewert etwa 8.000 Euro betragen. Die Verdächtigen sollen zudem einen Schaden von etwa 16.000 Euro angerichtet haben. Im Zuge der Ermittlungen erhärtete sich der anfängliche Verdacht eines dritten Tatbeteiligten nicht, so dass sich aktuell die Frau und der Mann in Untersuchungshaft befinden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg wurde Haftbefehl gegen beide erlassen.

Nachdem die 24-Jährige bei der ersten Prüfung der Haftfrage noch unter strengen Auflagen in Freiheit bleiben durfte, nutzte sie diese zum Verkauf von weiterem Diebesgut. Dies blieb bei der Polizei nicht unbemerkt, so dass die Frau anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht wurde.

Nach weiterem Stand der Ermittlungen haben sich die Straftaten hauptsächlich zur Nachtzeit in Sammeltiefgaragen ereignet. Das Motiv wird gegenwärtig in der sogenannten Beschaffungskriminalität gesehen. Das bedeutet, dass die Tatverdächtigen versuchten, an Gegenstände zu gelangen, um diese für Geld zu verkaufen und damit Betäubungsmittel zu beschaffen.

Die Polizei rät Autobesitzern, im Idealfall in einer abschließbaren Garage zu parken oder das Fahrzeug zumindest an gut beleuchteten und belebten Straßen abzustellen. Auch in Tiefgaragen sollten Fahrzeuge immer abgesperrt werden.

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