Volksfestbilanz
Rund 1,25 Millionen Besucher auf dem Straubinger Gäubodenfest

Stefan Frank/Stadt Straubing
Am letzten Tag zieht die Ausstellungs- und Veranstaltungs GmbH traditionsgemäß eine erste Bilanz.


Elf Tage „Trumm vom Paradies“ sind nun Vergangenheit: Am letzten Tag hat die Ausstellungs- und Veranstaltungs GmbH traditionsgemäß im Rahmen einer Aufsichtsratssitzung eine erste Bilanz ziehen können. Und klärte die wichtigste Frage: Wann finden die nächsten elf Tage Ausnahmezustand statt?
Rund 1,25 Millionen Besucher vermeldete Betriebsleiter Daniel Winklmaier. Die Besucherzahlen blieben trotz Schienenersatzverkehrs, großer Hitze und eines Feiertags am Wochenende stabil, wie Betriebsleiter Daniel Winklmaier sagte. Zwar seien etwas mehr Besucher als im Vorjahr gezählt worden, gerundet bleibe es aber bei 1,25 Millionen Gästen. Ebenso viele kamen in den Jahren 2025 und 2024. In den Jahren 2023 und 2022 waren es nach Veranstalterangaben jeweils rund 1,3 Millionen, beim letzten Fest vor der Corona-Pandemie 2019 rund 1,45 Millionen.
Die Wirte haben in den Zelten heuer rund 660.000 Mass Festbier und Radler ausgeschenkt. Damit war der Bierdurst im Jahr 2025 mit rund 680.000 Litern höher - die Besucherzahl blieb gleich. Schon im Vorjahr haben die Volksfestbesucher rund 20.000 Liter Bier weniger verbraucht.
Mit 660.000 Litern wurde etwas weniger Festbier ausgeschenkt. Damit setzt sich der leicht rückläufige Trend beim Bierkonsum fort: 2025 waren es 680.000 Liter, 2024 etwa 700.000 Liter, 2023 rund 740.000 Liter. Besonders gefragt seien kalte Speisen gewesen, sagte Winklmaier. Ansonsten seien unter anderem 29 Ochsen - zwei weniger als im Vorjahr - und etwa 45.000 Gickerl verspeist worden. Das sind rund 1.000 Hähnchen mehr als 2025. Die wegen der Hitze erneut aufgestellten kostenlosen Trinkwasserspender seien gut angekommen.
Auf Bayerns zweitgrößtem Volksfest - so die Ausstellungs- und Veranstaltungs GmbH - warben heuer sieben Festzelte mit klassischen und innovativen Schmankerln und Bierspezialitäten aus fünf Brauereien sowie 60 süße und salzige, heiße und kalte Imbiss-Optionen entlang einer mehrere Kilometer langen „Genussmeile“ um den Appetit der Besucher.
Die Polizei zog eine weitgehend positive Bilanz. Die starke Polizeipräsenz zahle sich aus, weil Auseinandersetzungen häufig schnell unterbunden werden könnten, sagte Straubings Polizeichef Josef Eckl. Einen kuriosen Diebstahl verzeichnete die Polizei zu Beginn des Festes: Betrunkene ließen ein drei Meter langes Krokodil einer Geisterbahn mitgehen.
Die Rückmeldungen der Betreiber der rund 130 Fahrgeschäfte und Attraktionen des rund 100.000 Quadratmeter großen Vergnügungsparks seien durchwegs positiv, so die Veranstaltungs GmbH. Alle Fahgreschäfte seien vom Publikum gut angenommen worden.

Stefan Frank/Stadt Straubing
Alois Rainer, Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (CSU) eröffnete das diesjährige Gäubodenfest mit Ostbayernschau im Festzelt Reisinger.
Großen Erfolg habe der neue Volksfesttaler im handlichen Papier-Geheft in einer erhöhten Auflage von 44.000 Stück gehabt. Dieser bringt Besuchern einen Mehrwert von zehn Prozent bei allen Geschäfts- und Schaustellerbetrieben. Der Volksfest-Pin 2026 war innerhalb weniger Stunden ausverkauft, trotz einer Erhöhung um 20 Prozent.

Stefan Frank/Stadt Straubing
Die Ostbayernschau erreichte eine Besucherzahl von 380.000. Größtes Plus ist nach wie vor der freie Eintritt bei dieser Ausstellung.
Die Ostbayernschau hat heuer rund 380.000 Besucher anlocken können und damit rund 10.000 weniger als im Vorjahr. Die besucherstärksten Tage waren der erste Sonntag, 9. August, der Dienstag, 11. August und ein starkes zweites Wochenende, 15. und 16. August. Sämtliche Zelthallen wurden 2026 klimatisiert. Bei den Ausstellern gibt es überwiegend positive Rückmeldungen, so die Veranstaltungs GmbH.

Stefan Frank/Stadt Straubing
Der traditionelle Auszug zur Festwiese am ersten Freitag war wieder sehr stark besucht.
Die Lampionfahrt mit Niederfeuerwerk konnte heuer trotz Niedrigwasser regulär stattfinden. Über 80 Blas- und Musikkapellen von handgemachter bayerischer Volksmusik, Blasmusik bis hin zu Pop- und Rockmelodien setzten laut Veranstalter Maßstäbe beim Unterhaltungsangebot.
Veranstaltungstermine 2027
Oberbürgermeister Markus Pannermayr (CSU) dankte insbesondere den ehrenamtlichen Helfern und betonte das verbindende Element des Festes. Es stärke die Gemeinschaft. Anders als bei einem individuellen Urlaub nehme sich die Region „eine kollektive Auszeit“. Diese ende nun. Das Gute sei, so Pannermayr: Die Vorbereitungen für das nächste Fest liefen bereits - denn es stehen bereits die Termine für das kommende Jahr fest. Das Gäubodenvolksfest wird dann vom 13. bis zum 23. August stattfinden. Die Ostbayernschau vom 14. bis zum 22. August 2027.
Das Gäubodenvolksfest 2026
Es war die fünfte Jahreszeit in Straubing: Das zweitgrößte Volksfest Bayerns endet am Montag nach elf Tagen „Trumm vom Paradies“.
Bilanz: Trotz Hitze und Bahnsperrung ziehen die Veranstalter ein sehr positives Fazit. Hier geht's zur Bilanz der Stadt über das Gäubodenvolksfest 2026.
Volksfest-Gfui: Lesen Sie in unserem Live-Blog von Beobachtungen am Festplatz, Bierzelt-Philosophie und all den anderen kleinen Begegnungen in der Stadt, die diese elf Tage so besonders machen.
Alles zum Fest: Alle Artikel zum Fest finden Sie auf unserer Überblicksseite zum Gäubodenvolksfest.














