Immunkarte in Straubing

Karte statt gelbes Heft


Die Immunkarte ist eine Alternative für den digitalen Impfnachweis. Die Karte ist ebenso gültig wie das Zertifikat für das Smartphone und der Impfpass und kann in Apotheken beantragt werden.

Die Immunkarte ist eine Alternative für den digitalen Impfnachweis. Die Karte ist ebenso gültig wie das Zertifikat für das Smartphone und der Impfpass und kann in Apotheken beantragt werden.

Der Impfpass zerfällt allmählich und man besitzt vielleicht gar kein Smartphone? Mit der Immunkarte sind diese Probleme Schnee von gestern. Wer gegen Covid-19 geimpft ist, aber nicht ständig seinen Impfausweis mitführen will, findet in der Immunkarte aus der Apotheke eine Alternative.

Vollständig gegen Corona Geimpfte oder diejenigen, die eine Infektion überstanden haben, sind von einigen geltenden Einschränkungen im Alltag befreit. Dafür muss jedoch der Impfpass oder ein entsprechender Nachweis stets mitgeführt werden. Der gelbe Impfpass ist allerdings nicht gerade kompakt und bei Verlust nicht so leicht zu ersetzen. Ein Smartphone, das über eine App den aktuellen Impfstatus aufrufen kann, besitzt nicht jeder.

"Passt überall rein und ist quasi unkaputtbar"

"Voraussetzung für die Immunkarte ist das in Papierform ausgestellte Impfzertifikat", sagt Tilman Reichers, Apotheker bei den Dräxlmaier Apotheken. Diejenigen, die diesen Zettel nach der zweiten Impfung nicht erhalten haben, können ihn sich in einer Apotheke ausstellen lassen, wenn sie mit dem Impfpass den Impfstatus bezeugen können.

Anschließend müssen Name, Geburtsdatum und Adresse angegeben werden. Die Daten werden an ein Unternehmen weitergeleitet, das die Immunkarten ausstellt und der Kunde erhält innerhalb 14 Tagen eine Karte mit einem QR-Code nach Hause geliefert. Dieser könne beispielsweise in der Gastronomie gescannt werden und der Wirt erhält dann alle Informationen, die er zur Überprüfung des Impfstatus braucht. "Im Kartenformat passt die Immunkarte in jeden Geldbeutel und nutzt sich auch nicht so schnell ab wie der Impfpass - ist quasi unkaputtbar", sagt die Leiterin der Punkt-Apotheke Birgit Hlawa-Geiger. Einige Apotheken in der Stadt bieten die Immunkarte seit knapp drei Wochen an. "Die Nachfrage wächst", sagt Sabine Brunner, PTA bei der Gäuboden-Apotheke. "Generell wird die Immunkarte öfter von älteren Menschen beantragt, die meist kein Handy besitzen, das fähig ist, das Impfzertifikat zu zeigen", meint Reichers.

Info

Wer eine Immunkarte beantragen will, muss sich mit einem Impfnachweis an eine Apotheke wenden. Folgende Apotheken in der Stadt bieten die Übermittlung der Daten für eine Immunkarte an: Dräxlmaier Apotheken, Apotheke im Gäubodenpark, Agnes-Bernauer-Apotheke, Punkt-Apotheke und die Neue Bahnhof Apotheke. Für eine Immunkarte werden Kosten in Höhe von knapp zehn Euro berechnet.