Klares Votum

Kelheimer stimmen gegen Seilbahnprojekt

Mit einer klaren Mehrheit von über 84 Prozent haben sich die Bürger Kelheims am Sonntag gegen das geplante Seilbahnprojekt ausgesprochen. Die dazu laufende Machbarkeitsstudie wird trotzdem nicht gestoppt.


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Vorerst abgelehnt: die Idee für eine rund 5 Kilometer lange Seilbahn von Kelheim nach Saal an der Donau fand keine Mehrheit.

Von Redaktion idowa

Bei einem Bürgerentscheid haben die Kelheimer mit klarer Mehrheit gegen eine Seilbahn zwischen dem Stadtzentrum und dem Bahnhof Saal an der Donau gestimmt. Am Sonntag votierten 84,7 Prozent gegen die Seilbahn-Idee, lediglich 15,3 Prozent waren dafür. Damit fand das Bürgerbegehren gegen das Projekt eine deutliche Zustimmung. Initiiert hatten es die Freien Wähler um den zweiten Bürgermeister Dennis Diermeier. Die Stadt Kelheim darf jetzt ein Jahr lang kein Geld für das Projekt bereitstellen und die Planungen nicht weiter vorantreiben.

Kelheims Bürgermeister Christian Schweiger (CSU), der die Seilbahn-Idee als durchgängige Nahverkehrsverbindung ans überregionale Schienennetz vorangetrieben hatte, hatte bereits im Vorfeld betont, dass er die Abstimmung für verfrüht halte. Die Wahlbeteiligung lag lediglich bei 44,38 Prozent. Auf die laufende Machbarkeitsstudie zur Seilbahn hat das Ergebnis keinen Einfluss, die läuft weiter.

Die geplante Trasse wäre in etwa 5 Kilometer lang und sollte den nächstgelegenen Bahnhof in Saal an der Donau mit Kelheim verbinden. Denn Kelheim hat als eine von nur zwei Kreisstädten im Freistaat keinen eigenen Bahnhof. Im Zuge der Machbarkeitsstudie sollen auch Alternativen zu Seilbahn untersucht werden. Die Ergebnisse werden für die zweite Hälfte des kommenden Jahres erwartet. Dann könnte die Diskussion in Kelheim unabhängig vom Ausgang des aktuellen Entscheids von vorne losgehen. Der Entscheid ist nur ein Jahr lang bindend.