Falsche Jugendamtsmitarbeiterin in Kelheim

Diese Frau zwang eine Mutter, ihre Tochter (zehn Monate) vor ihr nackt auszuziehen


Die Polizei bittet insbesondere Eltern im Raum Kelheim um äußerste Vorsicht. Gesucht wird nach dieser Frau im Phantombild. (Phantombild: Polizei)

Die Polizei bittet insbesondere Eltern im Raum Kelheim um äußerste Vorsicht. Gesucht wird nach dieser Frau im Phantombild. (Phantombild: Polizei)

Von Matthias Jell und Redaktion idowa

Bereits seit November treibt eine falsche Jugendamtsmitarbeiterin in Kelheim ihr Unwesen. Jetzt wendet sich die Polizei mit einem Phantombild an die Öffentlichkeit.

Die Frau gab sich bereits am 17. November als Mitarbeiterin des Jugendamts aus, verschaffte sich so Zugang zu einer Wohnung. Gegenüber der völlig perplexen 23-jährigen Mutter gab sie an, wegen Kindesmisshandlung zu ermitteln. Die Mutter sollte ihre zehn Monate alte Tochter deshalb nackt ausziehen. Dieser Anordnung kam die 23-Jährige auch nach. In der Folge begutachtete die unbekannte Frau das nackte Mädchen.

Erst tags darauf meldete die junge Mutter den Vorfall bei der Polizei. Da bisherige intensive Ermittlungen hinsichtlich der Aufklärung der Identität der Frau keinen Erfolg brachten, wurde in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Regensburg und mit Unterstützung des Bayerischen Landeskriminalamtes eine Phantomzeichnung der unbekannten Frau gefertigt.

Als Besonderheit ist das auffällige große Muttermal an der linken Halsseite zu erkennen. Die Frau war ungefähr 165 bis 170 Zentimeter groß, hatte schwarz/braune Augen und braune, kurze Haare. Sie sprach deutsch.

Sachdienliche Hinweise zur Identität der unbekannten Frau werden erbeten an die Polizeiinspektion Kelheim unter Telefon 09441/5042-0 oder an jede andere Polizeidienstelle.