Unwetter in Bayerbach

Feuerwehr bereits zweite Nacht in Folge im Einsatz


Keller liefen voll, Straßen wurden überschwemmt und der Schmutzwasserkanal wurde verstopft. Die Feuerwehr war Tag wie Nacht im Einsatz.

Keller liefen voll, Straßen wurden überschwemmt und der Schmutzwasserkanal wurde verstopft. Die Feuerwehr war Tag wie Nacht im Einsatz.

Die Abstände der schweren Unwetter werden kürzer, die Einsätze für die Feuerwehren häufen sich: Vom Keller auspumpen nach Starkregen über die Beseitigung von Sturmschäden. Die Feuerwehr Bayerbach war nun schon die zweite Nacht in Folge im Einsatz, um gegen das Ausmaß der Unwetter vorzugehen.

Bereits in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurde sie zu 18 Einsätzen gerufen. Mehrere vollgelaufene Keller, teils mit fäkalienhaltigem Wasser, wurden ausgepumpt. In Hochmoos musste ein Gastank aus dem Wasser befreit werden. Einsatzkräfte waren auch in der Dorfstraße gefordert, um vollgelaufene Keller abzupumpen. In der Feuchtener Straße musste ein größerer Hof und Teile der Kreisstraße von Schlamm und Schotter befreit werden. Da der Schmutzwasserkanal verstopft war, musste das Wasser mittels Tauchpumpen von Schacht zu Schacht gepumpt werden, berichtete zweiter Kommandant Alexander Hornauer.

Das Unwetter hinterließ nicht nur auf den Straßen seine Spuren. Auch die Keller vieler Privathäuser liefen voll.

Das Unwetter hinterließ nicht nur auf den Straßen seine Spuren. Auch die Keller vieler Privathäuser liefen voll.

Auch in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag heulte die Sirene. Nach einem weiteren Starkregenereignis kam es in der Nacht zu zwölf Einsätzen. Im Feuerwehrhaus wurde ein Führungspunkt mit Kommandanten und Kreisbrandmeister Uwe Taglinger zur Einsatzkoordination gebildet. "Zu den Betroffenen des zweiten Unwetters zählten viele bekannte Gesichter aus der vorherigen Nacht", sagte Horn. Erneut musste in der Winterstraße eine abschüssige Straße von etwa 50 Zentimetern Wasser befreit werden. In der Feuchtener Straße liefen wieder Keller voll. Stark verdreckte Straßen wurden gesperrt und gesäubert.

Es folgte ein Nachalarm für die Feuerwehr Essenbach, die mit einem Logistikfahrzeug fünf Paletten Sandsäcke zum Schutz gefährdeter und betroffener Häuser zur Verfügung stellte.