Atomkraft

Finales Aus für Isar 2 in Essenbach: Betreiber bleibt Standort treu

Eine erneute Inbetriebnahme des Kernkraftwerks Isar 2 ist seit Mittwoch ausgeschlossen. Preussen Elektra bekennt sich auf der Veranstaltung "KKI im Dialog" dennoch zum Standort.


Seit sechs Monaten dampft der Kühlturm am Kernkraftwerk nicht mehr.

Seit sechs Monaten dampft der Kühlturm am Kernkraftwerk nicht mehr.

Ein wenig Hoffnung war bis zuletzt noch übrig bei den Verantwortlichen von Preussen Elektra, hatte sich die Wahrnehmung der Atomkraft doch nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs schnell gedreht: Ministerpräsident Markus Söder (CSU) stellte noch im April vor dem Kühlturm des Kernkraftwerks Isar 2 einen bayerischen Weg bei der Kernenergie in Aussicht, einige Bürger und Politiker auch aus der Region Landshut sprachen sich während des Streckbetriebs dafür aus, den Atommeiler in Essenbach weiter zu betreiben. Doch seit die Anlage zum 16. April vom Netz gegangen ist, hat sich nichts getan: Keine Anfrage aus der Politik, kein Spalt im Hintertürchen. Und so hat Guido Knott, Geschäftsführer bei Preussen Elektra, am Mittwochabend bei der Veranstaltung "KKI im Dialog" auf dem Kraftwerksgelände in Essenbach das ausgesprochen, was sich aus Sicht der Betreiberfirma nicht mehr vermeiden ließ: "Eine Inbetriebnahme ist für uns vom Tisch."

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