Zwei Verletzte

Aluminium-Austritt führt zu Großalarm im Ergoldinger BMW-Werk

Am Mittwochabend ist in der Gießerei des BMW-Werks in Ergolding 800 Grad heißes Aluminium ausgelaufen. Ein Großaufgebot von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei rückte an.


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In der Gießerei des BMW-Werks trat am Mittwochabend ein Leck auf. Die Ursache dafür sei bislang unklar, heißt es vom Unternehmen. 

Von Matthias Sedlmeier und Redaktion idowa

Am Mittwochabend ist in der Gießerei des BMW-Werks in Ergolding (Landkreis Landshut) 800 Grad heißes Aluminium ausgelaufen. Ein Großaufgebot von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei rückte an.

Wie BMW-Sprecher Julian Friedrich erklärt, trat gegen 21.30 Uhr ein Leck an einem Aluminium-Ofen unter einer Gießanlage auf. Die Ursache dafür sei bislang unklar. Der Ofen fasse bis zu 1,5 Tonnen des Leichtmetalls, war zum Zeitpunkt des Vorfalls aber nicht voll. Friedrich zufolge ist es in solchen Fällen nicht möglich, das Leck abzudichten. Die heiße Flüssigkeit floß stattdessen in eine Auffangwanne unter der Anlage, wo es erstarrte. Wegen des Lecks brannten Kunststoffteile in der Gießerei.

Produktion lief nach einer Stunde weiter

Mehrere Feuerwehren mit 120 und Rettungsdienste mit 40 Leuten rückten an. Auch die Werksfeuerwehr war im Einsatz. Zwei BMW-Mitarbeiter wurden mit Verdacht auf Rachgasvergiftung in einem Landshuter Krankenhaus behandelt, heißt es von der Polizei Landshut. Einer der Verletzten verließ das Krankenhaus bereits in der Nacht, sagte der BMW-Sprecher am Donnerstag, der andere Mitarbeiter am Tag darauf.

Laut dem BMW-Sprecher wurde die Produktion für etwa eine Stunde unterbrochen. Die Gießerei sei in dieser Zeit evakuiert worden. Das Unternehmen untersuche nun den Vorfall, um die Ursache für das Leck herauszufinden. Der Schaden liegt laut Polizei im fünfstelligen Bereich.