Landgericht Deggendorf

50 Kilo Marihuana: Steht nun der Auftraggeber vor Gericht?


Im Prozess vor dem Landgericht Deggendorf am Donnerstag geht es um Marihuana-Handel im großen Stil. (Symbolbild)

Im Prozess vor dem Landgericht Deggendorf am Donnerstag geht es um Marihuana-Handel im großen Stil. (Symbolbild)

Von Redaktion idowa

Nachdem im Fall eines aufgedeckten Drogenschmuggels bereits zwei Kurieren der Prozess gemacht wurde, steht ab Donnerstag ein mutmaßlicher Drahtzieher und Hintermann vor Gericht: Er soll den Transport von 50 Kilo Drogen eingefädelt haben.

Wegen unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge wurden zwei Männer bereits im Dezember 2017 von der Ersten Strafkammer des Landgerichts Deggendorf zu Freiheitsstrafen von drei Jahren und acht Monaten beziehungsweise drei Jahren verurteilt.

Die Strafkammer sah es als erwiesen an, dass die beiden Männer Mitte Februar 2017 mit einem Auto aus Serbien kommend fast 50 Kilogramm Marihuana in das Bundesgebiet eingeführt hatten.

Wegen derselben Tat muss sich am Donnerstag nun ein weiterer 27 Jahre alter Mann verantworten. Er soll als Auftraggeber maßgeblich an der Einfuhr der Betäubungsmittel beteiligt gewesen sein, indem er die beiden bereits verurteilten Männer zu dem Autoanhänger beordert haben soll, in welchem das Marihuana päckchenweise versteckt war, und indem er das Transportfahrzeug zur Verfügung gestellt haben soll. Zum Verhandlungstermin am Donnerstag sind vier Zeugen geladen, unter anderem die beiden bereits verurteilten Männer, die sich bei ihrer eigenen Verhandlung im letzten Jahr geständig gezeigt haben.

Fortsetzungstermine sind derzeit nicht geplant. Der Angeklagte befindet sich seit April 2018 in Untersuchungshaft.