Namenloses Grab

So laufen anonyme Bestattungen am Deggendorfer Friedhof

Wenn es keine Angehörigen gibt, die sich um die Beerdigung kümmern oder kein Geld dafür da ist, werden Verstorbene auch in Deggendorf anonym bestattet. Am 13. März gab es für sie wieder einen Trauergottesdienst.


Schlichter, aber würdevoller Abschied: Zweimal im Jahr findet in Deggendorf eine Trauerandacht für Menschen statt, die anonym bestattet werden.

Schlichter, aber würdevoller Abschied: Zweimal im Jahr findet in Deggendorf eine Trauerandacht für Menschen statt, die anonym bestattet werden.

Max Kuhl (Name von der Redaktion geändert) wurde 84 Jahre alt. Die letzten sieben Jahre seines Lebens war er in Deggendorf gemeldet, dort starb er im Januar 2024 im Krankenhaus an den Folgen einer Krebserkrankung. Angehörige hatte der alte Herr keine - zumindest konnte der zuständige Sachbearbeiter im Standesamt niemanden ermitteln, der "bestattungspflichtig" ist und sich darum kümmert, wie Max auf seinen letzten Weg gebracht wird. Deshalb leitete die Stadt seine Überführung und Einäscherung in die Wege. Am 14. März 2024 wurde Max Kuhl beigesetzt - im anonymen Grab auf dem Deggendorfer Friedhof.

Jetzt weiterlesen mit

  • alle Artikel auf idowa.de in voller Länge und deutlich weniger Werbung
  • als Abonnent unterstützen Sie Journalismus in Ihrer Region
  • einen Monat für 0,99 Euro testen, danach 9,90 Euro im Monat