Deggendorf

Deggendorf will buntes Zeichen setzen


Eine Kundgebung kündigt der "Bunte Landkreis" für den Aschermittwoch an. Auch in den letzten Jahren zogen die Treffen zahlreiche Menschen an, wie auch auf unserem Archivbild zu sehen ist.

Eine Kundgebung kündigt der "Bunte Landkreis" für den Aschermittwoch an. Auch in den letzten Jahren zogen die Treffen zahlreiche Menschen an, wie auch auf unserem Archivbild zu sehen ist.

Das Netzwerk "Bunter Landkreis Deggendorf" plant am 13. Februar von 17 bis 18.30 Uhr einen "Demokratischen Aschermittwoch" am Oberen Stadtplatz.
Als Redner haben laut Netzwerk-Sprecher Gottfried Rösch nach aktuellem Stand folgende Personen zugesagt:

Oberbürgermeister Dr. Christian Moser (CSU), Bundestagsabgeordneter Florian Pronold (SPD), Landtagsabgeordneter Hubert Aiwanger von den Freien Wählern, Kultusstaatssekretär Bernd Sibler (CSU), Eike Hallitzky von den Grünen, Sonja Sibbor-Heißmann von der evangelischen Kirche, Mustafa Bilici von der türkisch-islamischen Moschee und Klaus Nitsche von der Hochschule.

Überlebender des Holocaust mit dabei

Als Überlebender der Konzentrationslager wird Ernst Grube sprechen, seitens der Initiative "Keine Bedienung für Nazis" Helga Hanusa. Die NPD wird sich am Vormittag in Deggendorf zu ihrem Politischen Aschermittwoch im "Gasthaus Gruber" im Nördlichen Stadtgraben 27 treffen.

Die Region um Deggendorf ist nach Ansicht von Netzwerk-Sprecher Rösch weiterhin auch ein Ort mit sehr starken rechtsextremen Strömungen. Der Pfarrer: "Das ist für die weitere Entwicklung unserer Region schädlich. Dazu wollen wir informieren und öffentliche Aufmerksamkeit schaffen. Wir wollen nicht, dass unsere Region für deren Politischen Aschermittwoch steht, sondern für wertvolle Traditionen, Weltoffenheit und weiten Horizont. Wir laden ein zum Demokratischen Aschermittwoch."

Das Netzwerk Bunter Landkreis Deggendorf setzt sich seit Jahren für gelebte Demokratie, Toleranz und Vielfalt ein. Demokratische Parteien, Kommunen, kirchliche Gemeinden, Firmen, Vereine und viele Deggendorfer Bürgerinnen und Bürger haben sich damit solidarisch erklärt.

Der Demokratische Aschermittwoch wird unterstützt vom Bundesprogramm "Toleranz fördern - Kompetenz stärken" und ist ein Teil von "typisch Deggendorf".