Schönbohm-Affäre

Lieber Interview statt Bundestag: Faeser unter Druck

Scharfe Kritik an Innenministerin für Absage einer Sitzung des Innenausschusses. Dort sollte sie zu neuen Vorwürfen in der Causa Schönbohm Stellung nehmen.


Nancy Faeser (SPD), Spitzenkandidatin für die Landtagswahl in Hessen, aufgenommen während eines Interviews mit der dpa in Wiesbaden. In Hessen wird am 8. Oktober ein neuer Landtag gewählt.

Nancy Faeser (SPD), Spitzenkandidatin für die Landtagswahl in Hessen, aufgenommen während eines Interviews mit der dpa in Wiesbaden. In Hessen wird am 8. Oktober ein neuer Landtag gewählt.

Als Unionsfraktionschef Friedrich Merz am Mittwochmorgen im Bundestag die Bundesinnenministerin begrüßt, legt er die größtmögliche Portion Süffisanz in seine Worte. "Danke, dass Sie hier sind heute Morgen, Frau Faeser", unkt er in die Richtung der SPD-Politikerin. Und fügt an: "Nachdem Sie sich gestern krankgemeldet haben und in Wiesbaden dpa-Interviews gegeben haben." Der CDU-Chef kritisiert damit, dass die Ministerin am Dienstag ihre Teilnahme an einer brisanten Sitzung des Innenausschusses abgesagt hatte. Dort erhoffte sich die Opposition von Faeser Auskunft über eine Affäre, die immer mehr Brisanz entfaltet: Es geht um die umstrittene Abberufung von Cybersicherheitschef Arne Schönbohm im vergangenen Herbst.

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