Wettervorhersage
Achtung Glätte - Neuer Schnee ab Sonntag
Glatte Straßen haben bundesweit einiges ins Rutschen gebracht. Zu größeren Unfällen ist es über die Nacht hinweg jedoch nicht gekommen, wie die Leitstellen der Bundesländer auf Anfrage mitteilten.
Eine Ausnahme bildet Mecklenburg-Vorpommern: Dort haben innerhalb von drei Stunden fünf Fahrzeuge wegen Glätte die Kontrolle verloren. Verletzt wurde laut Polizei niemand. Alle Beteiligten waren den Angaben zufolge für die winterlichen Straßenverhältnisse zu schnell unterwegs.
Auch am Wochenende bleibt Glätte vielerorts ein Thema: Im Westen, Südwesten sowie an den Küsten kann es durch Schneegriesel oder Schneeschauer rutschig werden, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte (DWD). An den Alpen und im südlichen Vorland sind leichte Schneefälle möglich, örtlich können bis zu zehn Zentimeter Neuschnee zusammenkommen.
Am Sonntag bringt ein Tiefdruckgebiet feuchtere Luft ins Land - und damit neuerlichen Schnee. „Am Sonntagmorgen sind im äußersten Westen bereits erste Schneeflocken möglich“, erklärt DWD-Meteorologin Jacqueline Kernn. Bis zum Abend werde voraussichtlich die gesamte Westhälfte Deutschlands von Regen und Schnee erfasst.
Die Höchstwerte liegen zwischen minus zwei und plus vier Grad. Das bedeutet: Es wird stellenweise glatt. Im Osten ist es dagegen am Sonntag vielerorts sonnig und bleibt bis zum Abend trocken. Schnee und Regen kommen hier in der Nacht zum Montag an.
Ab Sonntagabend muss vor allem im Süden mit Glatteis gerechnet werden. Dies gilt auch noch zum Beginn der neuen Woche. „Wer am Montagmorgen früh raus muss oder möchte, der sollte sich am Vorabend noch mal mit dem Wetter beschäftigen“, rät Meteorologin Kernn. Vor allem im Süden und teils auch im Osten könne es Verkehrsprobleme wegen der Witterung geben. Am Montag gibt es viele Wolken und zeitweise Niederschläge. Im Bergland schneit es laut DWD, in den Niederungen regnet es.
Ursache für die tiefen Temperaturen ist Tief „Talat“, das derzeit von Rügen in die Ostsee zieht, wie der DWD erklärt. Die dazugehörige Luftmassengrenze überquert Deutschland von West nach Ost und sorgt gebietsweise für frühwinterliche Wetterbedingungen. Auf der Westflanke des Tiefs wird kalte Meeresluft aus polaren Regionen nach Süden geführt.
Vergleicht man die aktuellen Vorhersagen mit dem Klimamittel zwischen 1991 und 2020, so fällt der aktuelle Witterungsabschnitt zwar zu kalt aus, wie die DWD-Experten berichten. Dennoch: „Von neuen Kälterekorden sind wir aber noch ein ganzes Stück entfernt.“ So gab es beispielsweise im bayerischen Oberstdorf am 22. November 1998 einen Tiefstwert von minus 22,4 Grad.
Was die nächsten Tage angeht, erwartet der DWD keine Temperaturen unter minus zehn Grad. Dass diese Grenze unterschritten wird, sehen die Meteorologen nur noch in der Nacht zum Sonntag im Bereich des Möglichen. In der Nacht auf Montag rechnet der DWD mit maximal minus sieben Grad. In der kommenden Woche soll es dann schon wieder deutlich wärmer werden.












