Immer wieder Schneeschauer
Schnee in Deutschland - Auf den Straßen ist es glatt
Wegen des Wintereinbruchs in Deutschland ist heute Geduld auf den Straßen gefragt. Autofahrer sollten mit angepasster Geschwindigkeit fahren, sagte Jacqueline Kernn, Meteorologin beim Deutschen Wetterdienst (DWD) am Morgen. Schneeschauer gibt es demnach immer wieder im Dreieck zwischen Nordsee, Niederrhein und Erzgebirge. „Wenn es schneit, sind die Straße auch glatt“, betonte Kernn. Der Wintereinbruch dürfte unter anderem viele Urlaubsrückkehrer treffen. In mehreren Bundesländern beginnt nach den Weihnachtsferien am Montag wieder Schulunterricht.
Vor allem im Bergland liegt schon viel Schnee, laut DWD etwa im Harz bis zu rund 40 Zentimeter. Südlich von Hamburg waren es am Morgen 16 Zentimeter, in Hannover 13 Zentimeter. Es könne im Laufe des Tages noch mehr Schnee dazukommen, der liegen bleibt, sagte die Meteorologin. Im Süden ist es laut Vorhersage trocken und südlich der Donau auch sonnig.
Schon am Samstag waren in Norddeutschland auf glatten Autobahnen Fahrer ins Schleudern geraten, Unfälle häuften sich etwa auf der A1. Zahlreiche Unfälle wurden auch aus Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg gemeldet. In Bayern kippte auf der schneebedeckten Autobahn 93 bei Wernberg-Köblitz der Anhänger eines Lastwagens und platzte auf - auf der Fahrbahn in der Oberpfalz verteilte sich eine Ladung Lachs.
In Rheinland-Pfalz erfasste ein 20 -Jähriger mit seinem Wagen einen Polizisten, der gerade einen Unfall absicherte. Der Beamte wurde den Angaben zufolge leicht verletzt. Zudem prallte der Mann mit seinem Wagen gegen den Streifenwagen. Der Autofahrer hatte zuvor das Stauende übersehen und noch versucht, auf der glatten Straße ausweichen.
Im Raum Bremen kam es zu starken Beeinträchtigungen im Regionalverkehr der Deutschen Bahn, es gab Verspätungen von einer Stunde und Ausfälle von Verbindungen.
Am Flughafen Düsseldorf konnten am Samstagnachmittag für 40 Minuten keine Flugzeuge starten oder landen. Die Start- und Landebahn wurde nach Angaben eines Sprechers komplett vom Schnee befreit.
Das Winterwetter hält erst einmal an. In der Nacht zum Montag erwartet der Deutsche Wetterdienst an manchen Orten zweistellige Minusgrade. Im Süden sind demnach Tiefstwerte zwischen minus 10 und minus 15 Grad möglich, im Rest des Landes zwischen minus 3 und minus 9 Grad. Dabei seien vor allem im Norden Schneeschauer möglich.
Am Montag komme es insbesondere in Küstennähe zu schauerartigen Schneefällen, vereinzelt seien auch Graupelgewitter möglich. Im Süden soll es hingegen weitgehend trocken bleiben. Abseits von größeren Nebelfeldern zeige sich zudem vermehrt die Sonne.
Am Dienstag erwartet der DWD eisige Temperaturen und Dauerfrost fast im gesamten Land. Lediglich auf den Nordseeinseln und am Niederrhein seien leichte Plusgrade möglich. Ansonsten lägen die Höchsttemperaturen bei weitgehend trockenem Wetter zwischen minus 6 und minus 1 Grad.











